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International 10.04.2026, 11:34

Israel kündigt Libanon-Verhandlungen an, setzt aber Angriffe fort

US-Präsident Trump drängte Netanjahu zu Verhandlungen mit dem Libanon

Wichtige Fakten

  • US-Präsident Trump drängte Netanjahu zu Verhandlungen mit dem Libanon
  • Israel will Hisbollah entwaffnen und Friedensabkommen erreichen
  • Libanon lehnt Gespräche ohne vorherige Waffenruhe ab
  • Israel setzt Angriffe auf Hisbollah trotz Verhandlungsankündigung fort
  • Iran warnt vor Schließung der Straße von Hormuz als Reaktion

Verhandlungsankündigung unter US-Druck

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat auf Druck von US-Präsident Donald Trump direkte Friedensverhandlungen mit dem Libanon angekündigt. Trump hatte in einem Fernsehinterview erklärt, er habe Netanjahu zu mehr Zurückhaltung im Libanon gedrängt, um die diplomatischen Bemühungen der USA gegenüber Iran nicht zu gefährden. Netanjahu betonte jedoch gleichzeitig, dass Israel die Angriffe auf die Hisbollah-Miliz fortsetzen werde, da es „keine Waffenruhe im Libanon“ gebe.

Widersprüchliche Positionen der Konfliktparteien

Die libanesische Regierung lehnt Verhandlungen ohne vorherige Feuerpause ab und fordert eine Waffenruhe als Vorbedingung für Gespräche. Israelische Angriffe hatten in den letzten Tagen über 300 Menschen getötet und internationale Kritik hervorgerufen. Während Netanjahu zwei Ziele für die Verhandlungen nannte – die Entwaffnung der Hisbollah und ein historisches Friedensabkommen – bezweifelte der israelische UN-Botschafter die Handlungsfähigkeit der libanesischen Regierung vor Ort.

Internationale Reaktionen und regionale Spannungen

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas kritisierte die israelischen Angriffe als unverhältnismäßig, während Frankreich und Großbritannien sie verurteilten. Iran warnte als Reaktion auf die israelischen Angriffe erneut vor einer Schließung der strategisch wichtigen Straße von Hormuz, was die globalen Ölmärkte beeinflussen könnte. Die USA kündigten an, dass Israel und der Libanon nächste Woche Gespräche in Washington führen werden, obwohl beide Seiten dies noch nicht öffentlich bestätigt haben.

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