Algeriens Wüstenstraßen: Warum alte Mercedes hier unverwüstlich bleiben
Wichtige Fakten
- • In der algerischen Provinz Tindouf sind 19 von 20 Taxis alte Mercedes-Modelle.
- • Die Autos werden aus Europa importiert, oft über Mauretanien per Schiff und Landweg.
- • Mechaniker schätzen die älteren Modelle für ihre Wüstentauglichkeit und Reparierbarkeit.
- • Die Nachfrage nach Elektroautos ist gering, da sie Staub und Hitze nicht standhalten.
Algeriens Straßen: Ein Refugium für alte Mercedes
In der algerischen Provinz Tindouf, 3.500 Kilometer südwestlich von Stuttgart, dominieren alte Mercedes-Modelle die Straßen, während die Marke in ihrem Ursprungsland an Reputation verliert. Auf staubigen Taxi-Halteplätzen wie in Rabouni sind 19 von 20 Fahrzeugen Mercedes aus vergangenen Jahrzehnten, geschätzt für ihre Robustheit und geringen Verbrauch im schwierigen Gelände.
Importwege und lokale Wertschätzung
Die Autos gelangen über lange Wege aus Europa nach Algerien, typischerweise per Schiff über den Atlantik nach Mauretanien und dann durch die Wüste. Lokale Mechaniker, spezialisiert auf Mercedes, reparieren häufig Zylinderkopfdichtungen oder Pumpen und betonen, dass ältere Modelle besser mit Staub und Hitze zurechtkommen als moderne Elektroautos.
Wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung
Für Taxifahrer wie Albar, der seit zwölf Jahren einen klapprigen Mercedes fährt, bedeutet das Auto Arbeit und Lebensunterhalt, während Besitzer wie Said Abba die Verfügbarkeit von Ersatzteilen und die Zuverlässigkeit auf schlechten Straßen schätzen, unabhängig von Umweltstandards.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.