Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus: Katar macht Iran verantwortlich
Wichtige Fakten
- • Feuer auf katarischem LNG-Tanker nach angeblichem iranischen Angriff.
- • Drei Schiffe innerhalb weniger Stunden nahe Oman getroffen.
- • Katar macht Iran für Verstoß gegen internationales Recht verantwortlich.
- • Iran besteht auf Gebühren für Schiffsdurchfahrt und lehnt Oman-Vorschlag ab.
- • Straße von Hormus nach Rahmenabkommen zwischen USA und Iran teilweise wieder geöffnet.
Angriff auf Tanker in der Straße von Hormus
Ein katarischer Flüssiggas-Tanker ist in der Straße von Hormus angegriffen worden und droht zu explodieren. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, brach im Maschinenraum der "Al Rekayyat" ein Feuer aus, nachdem das Schiff vermutlich von einer Drohne getroffen wurde. Das Golfemirat Katar machte den Iran für die Angriffe verantwortlich und sprach von einer "inakzeptablen" Verletzung der internationalen Seeschifffahrt. Bereits zuvor waren zwei weitere Tanker nahe der Meerenge von Geschossen getroffen worden, wobei strukturelle Schäden entstanden, aber keine Verletzten gemeldet wurden.
Hintergrund: Streit um Kontrolle der Wasserstraße
Der Vorfall ereignete sich vor dem Hintergrund eines anhaltenden Konflikts zwischen dem Iran und den USA. Teheran hatte die Straße von Hormus während des Iran-Krieges de facto geschlossen und beschossen, während die USA iranische Häfen blockierten. Nach einem Rahmenabkommen im vergangenen Monat nahm der Schiffsverkehr wieder zu, jedoch pocht der Iran darauf, dass Schiffe nur in einem von ihm kontrollierten Korridor entlang seiner Küste passieren dürfen und Gebühren zahlen müssen. Ein Vorschlag Omans, eine neue Behörde für die Wasserstraße zu schaffen, wurde vom Iran abgelehnt.
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