Anleihemärkte in Turbulenzen: Renditen auf 15-Jahres-Hoch in Deutschland
Wichtige Fakten
- • Rendite zehnjähriger Bundesanleihen erreicht 3,17% – höchster Stand seit 15 Jahren.
- • Weltweiter Ausverkauf an Anleihemärkten durch Inflations- und Iran-Krieg-Sorgen.
- • EZB könnte Leitzins am 11. Juni erhöhen, um Inflation zu bekämpfen.
- • Hohe Staatsverschuldung befeuert Ausfallrisiken und steigende Renditen.
- • Bauzinsen orientieren sich an Kapitalmarktzins – Kreditnehmer zahlen mehr.
Renditen auf Rekordhoch: Anleihemärkte unter Druck
Die Renditen von Staatsanleihen steigen weltweit. In Deutschland erreichte die zehnjährige Bundesanleihe mit 3,17% den höchsten Stand seit 15 Jahren. Auch die USA verzeichnen steigende Renditen. Grund ist die durch den Iran-Krieg erwartete Inflation, die Anleger dazu bewegt, Anleihen zu verkaufen. In Großbritannien kletterte die Rendite auf ein 18-Jahres-Hoch.
EZB unter Druck: Zinserhöhung wahrscheinlich
Die Europäische Zentralbank könnte am 11. Juni ihren Leitzins erhöhen, um der Inflation entgegenzuwirken. Auch die hohe Staatsverschuldung sorgt für steigende Renditen, da Anleger höhere Risikoaufschläge fordern. Das ifo-Institut warnt vor einer drastisch steigenden Zinslast im Bundeshaushalt.
Verbraucher und Unternehmen betroffen
Steigende Renditen verteuern Kredite für Verbraucher, Unternehmen und den Staat. Bauzinsen orientieren sich am Kapitalmarktzins. Sparer können dagegen von höheren Zinsen profitieren. Die Entwicklung gilt als Krisensignal für die Konjunktur und könnte eine Stagflation begünstigen.
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