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Wirtschaft 18.06.2026, 06:33 Aktualisiert: 18.06.2026, 08:03

Arbeitslosigkeit in Großbritannien sinkt trotz Nahost-Konflikt – Lohnwachstum bleibt stabil

Arbeitslosenquote sank von 5% auf 4,9%.

Wichtige Fakten

  • Arbeitslosenquote sank von 5% auf 4,9%.
  • Durchschnittslohn (ohne Boni) stieg um 3,4%.
  • Stellenangebote sanken auf 707.000, niedrigster Stand seit 2021.
  • Privater Sektor: Lohnwachstum bei 2,9%, unter 3%.
  • Iran-Konflikt verunsichert Arbeitgeber, Einstellungen zurückhaltend.

Arbeitsmarkt zeigt gemischte Signale

Die Arbeitslosenquote in Großbritannien ist im Dreimonatszeitraum bis April auf 4,9% gesunken, nachdem sie im Vormonat noch bei 5% lag. Dies teilte das Office for National Statistics (ONS) mit. Das Lohnwachstum blieb stabil: Ohne Bonuszahlungen betrug der Anstieg 3,4%, während die Gesamtlöhne inklusive Boni um 4,4% zulegten. Volkswirte hatten mit einer stagnierenden Arbeitslosenquote und etwas schwächerem Lohnwachstum gerechnet.

Öffentlicher Dienst treibt Löhne, Privatsektor bremst

Besonders stark fiel der Lohnanstieg im öffentlichen Dienst aus: Hier legten die regelmäßigen Durchschnittsverdienste um 5,1% zu, während sie im Privatsektor nur um 2,9% stiegen. Bank-of-England-Chef Andrew Bailey hatte bereits die hohen öffentlichen Gehälter als Sorge für die Geldpolitik genannt. Analysten sehen darin ein Risiko für die Inflationsbekämpfung.

Arbeitgeber zurückhaltend bei Einstellungen

Die Zahl der offenen Stellen fiel auf den niedrigsten Stand seit Mai 2021 – 707.000. Grund ist laut ONS die Verunsicherung durch den Nahost-Konflikt. Viele Firmen stellen kaum noch feste Mitarbeiter ein und bauen eher ab. Die Beschäftigung laut Payroll-Daten stieg im Mai nur um 2.000, nach einem Rückgang von 53.000 im April.

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