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International 06.06.2026, 07:06 Aktualisiert: 06.06.2026, 23:00

Festnahmen von Oppositionspolitikern am Tag vor Armeniens Parlamentswahl

Sechs Kandidaten der pro-russischen Partei Starkes Armenien festgenommen.

Wichtige Fakten

  • Sechs Kandidaten der pro-russischen Partei Starkes Armenien festgenommen.
  • Grund der Festnahmen blieb zunächst unklar.
  • Oppositionsführer Samwel Karapetjan steht unter Hausarrest.
  • Wahl ist Test für Pashinyans Friedensabkommen mit Aserbaidschan.
  • EU kündigte 50-Millionen-Euro-Hilfspaket an.

Festnahmen und Spannungen vor der Wahl

Einen Tag vor der Parlamentswahl in Armenien am 7. Juni 2026 sind sechs Kandidaten der pro-russischen Oppositionspartei Starkes Armenien festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft leitete Strafverfahren ein, doch die offiziellen Gründe blieben zunächst unklar. Die Partei wird vom russisch-armenischen Milliardär Samwel Karapetjan angeführt, der bereits unter Hausarrest steht, wegen eines angeblichen Aufrufs zum Sturz der Regierung.

Wahlkampfthema Verhältnis zu Russland

Der Urnengang gilt als Richtungsentscheidung über den EU-Kurs von Ministerpräsident Nikol Paschinjan. Moskau hatte in den vergangenen Wochen Handelsbeschränkungen verhängt und sogar Kremlchef Wladimir Putin warnte vor einem „Ukraine-Szenario“. Dennoch liegt Paschinjans Partei Zivilvertrag in Umfragen mit 24 bis 32 Prozent deutlich vorn. Die Opposition erreicht nur sechs bis elf Prozent.

Internationale Unterstützung und wirtschaftliche Folgen

Die Europäische Union stellte ein Soforthilfepaket über 50 Millionen Euro in Aussicht, um die wirtschaftlichen Folgen russischer Sanktionen abzumildern. Beobachter erwarten, dass Moskau den Druck nach der Wahl noch verstärken könnte, etwa durch eine vertiefte Preiserhöhung für subventioniertes Gas.

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