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International 11.05.2026, 05:13

Australische Frauen unter IS-Verdacht: Sklavenvorwürfe in Melbourne vor Gericht

Kawsar Ahmad, 53, und Tochter Zeinab, 31, wurden am Flughafen Melbourne festgenommen.

Wichtige Fakten

  • Kawsar Ahmad, 53, und Tochter Zeinab, 31, wurden am Flughafen Melbourne festgenommen.
  • Die Taten sollen zwischen Juni 2017 und Nov. 2018 in Syrien geschehen sein.
  • Kawsar soll Kauf einer versklavten Frau für 10.000 US-Dollar ermöglicht haben.
  • Sie sollen eine versklavte Frau wissentlich im Haus gehalten haben.
  • AFP stuft Taten als terrorismusbezogen ein und will Kaution verhindern.

Anklage in Melbourne

Zwei australische Frauen, Kawsar Ahmad (53) und ihre Tochter Zeinab Ahmad (31), mussten sich am Montag vor dem Magistratsgericht Melbourne verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, während ihrer Zeit unter der Herrschaft des Islamischen Staats (IS) in Syrien eine Frau als Sklavin gehalten zu haben. Die Polizei geht davon aus, dass die Straftaten terrorismusbezogen sind und lehnt eine Freilassung gegen Kaution ab. Die Frauen wurden am Donnerstag bei ihrer Einreise am Flughafen Melbourne durch das gemeinsame Anti-Terror-Team Victorias festgenommen.

Vorwürfe der Sklaverei

Laut Gerichtsunterlagen soll die Familie 2014 nach Syrien gereist sein. Kawsar Ahmad wird beschuldigt, beim Kauf einer versklavten Frau für 10.000 US-Dollar mitgewirkt zu haben. Die Taten sollen zwischen Juni 2017 und November 2018 an mehreren Orten in der Provinz Deir ez-Zur östlich von Syrien verübt worden sein. Beide Frauen sind wegen bewusster Ausübung von Eigentumsrechten an einer Person angeklagt. Sie verzichteten zunächst auf eine Kautionserklärung; Tochter Zeinab soll am 4. Juni einen Antrag stellen, ihre Mutter am 16. Juni.

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