Peruanische Kupfermine: Neue Studie belastet Aurubis-Zulieferer
Wichtige Fakten
- • Das BAFA prüft Aurubis auf Verstöße gegen das Lieferkettengesetz.
- • Studie von Red Muqui: erhöhte Arsen-, Mangan- und Bleiwerte im Trinkwasser.
- • Anglo American bestreitet die Vorwürfe und betont die Einhaltung von Standards.
- • Misereor ist einer der Beschwerdeführer gegen Aurubis.
- • Bundesregierung will das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz abschaffen.
Hintergrund der Prüfung
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) prüft seit über einem Jahr den Hamburger Kupferkonzern Aurubis. Hintergrund sind Vorwürfe von Beschwerdeführern, dass der Konzern gegen das Deutsche Lieferkettengesetz verstoßen haben könnte. Ihnen zufolge seien Zulieferer von Aurubis an Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen beteiligt.
Neue Studie aus Peru
Eine Studie des peruanischen Netzwerks Red Muqui erhebt nun weitere Vorwürfe gegen einen wichtigen Aurubis-Zulieferer: Anglo American und dessen Quellaveco-Mine im Süden Perus. Die Auswertung offizieller Messdaten zeigt unter anderem erhöhte Arsen-, Mangan- und Bleiwerte im Trinkwasser im Einzugsgebiet der Mine sowie erhöhte Arsenwerte bei Kindern. Anglo American weist die Vorwürfe als unbegründet zurück und bezeichnet Quellaveco als Vorzeigeprojekt für nachhaltigen Bergbau.
Reaktionen und Ausblick
Aurubis äußert sich nicht zu konkreten Lieferbeziehungen. Der Konzern verweist auf unabhängige Prüfverfahren wie die Copper-Mark-Zertifizierung. Der Ausgang des BAFA-Verfahrens bleibt offen. Experten von Misereor sehen die Ergebnisse jedoch als relevant für die Lieferkettenverantwortung von Aurubis. Parallel plant die Bundesregierung eine Abschaffung des Lieferkettengesetzes, was die Verbindlichkeit solcher Verantwortlichkeiten infrage stellt.
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