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International 16.05.2026, 22:00 Aktualisiert: 16.05.2026, 23:01

Auto rast in Menschenmenge in Modena: Acht Verletzte, vier schwer

Ein 31-jähriger Italiener marokkanischer Herkunft fuhr in Modena in eine Menschenmenge.

Wichtige Fakten

  • Ein 31-jähriger Italiener marokkanischer Herkunft fuhr in Modena in eine Menschenmenge.
  • Acht Menschen wurden verletzt, vier schwer, darunter eine Frau mit beiden Beinamputationen.
  • Der Fahrer bedrohte einen Passanten mit einem Messer, wurde aber von Bürgern überwältigt.
  • Der Mann war 2022 wegen einer psychischen Störung in Behandlung, Motiv unklar.
  • Ministerpräsidentin Meloni sprach von einem äußerst schwerwiegenden Vorfall.

Hergang des Vorfalls

In der norditalienischen Stadt Modena ist am Samstagnachmittag ein Mann mit einem Auto in eine Gruppe von Fußgängern gerast. Der Fahrer steuerte den Wagen nach Angaben des Bürgermeisters Massimo Mezzetti mit hoher Geschwindigkeit auf den Gehweg in der Innenstadt und prallte gegen eine Schaufensterscheibe. Acht Menschen wurden verletzt, vier von ihnen schwer. Eine Frau erlitt eine doppelte Beinamputation, nachdem sie gegen die Scheibe gedrückt wurde.

Täter und Festnahme

Nach dem Aufprall flüchtete der Fahrer zu Fuß und bedrohte einen Passanten, der ihn verfolgte, mit einem Messer. Er wurde jedoch von mehreren Bürgern überwältigt und festgenommen. Bei dem Täter handelt es sich um einen 31-jährigen Italiener marokkanischer Herkunft, der in Bergamo geboren wurde und in Modena aufwuchs. Laut Behörden durchlief er 2022 eine Behandlung wegen einer psychischen Störung, danach verlor sich seine Spur. Er hat einen Studienabschluss in Wirtschaftswissenschaften und ist nicht vorbestraft.

Reaktionen und Hintergründe

Bürgermeister Mezzetti zeigte sich betroffen und dankte den helfenden Bürgern. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bezeichnete den Vorfall als „äußerst schwerwiegend“ und sprach den Opfern Solidarität aus. Die Hintergründe sind unklar; ein terroristisches Motiv wird untersucht, aber nicht bestätigt. Unter den Verletzten ist auch eine deutsche Staatsbürgerin.

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