Bäckereien in der Krise: Insolvenzen steigen um 40 Prozent
Wichtige Fakten
- • 63 Bäckerei-Insolvenzen im ersten Halbjahr, 40% mehr als Vorjahr.
- • Verbraucher kaufen immer häufiger Backwaren im Supermarkt statt Bäckerei.
- • 70% der Backwaren werden im Lebensmitteleinzelhandel verkauft.
- • Klassische Bäckereien leiden unter Preiskampf, steigenden Kosten und Kundenverlust.
Stand: 08.07.2026 • 09:23 Uhr
Die Zahl der Insolvenzen von Bäckereien in Deutschland ist drastisch gestiegen. Laut der Auskunftei Creditreform meldeten im ersten Halbjahr 2026 bundesweit 63 Betriebe Insolvenz an – ein Anstieg um 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Betroffen sind vor allem inhabergeführte kleine Betriebe, aber auch größere Ketten. Als Ursachen nennt Creditreform eine veränderte Konsumgewohnheit: Immer mehr Menschen kaufen Brot und Brötchen in Supermärkten oder Discountern statt in der klassischen Bäckerei. Laut dem Marktforscher YouGov gingen 70 Prozent aller Backwaren-Verkäufe im ersten Quartal über den Lebensmitteleinzelhandel.
Der Preisdruck ist groß: In Bäckereien müssen Kunden oft mehr zahlen als beim Discounter. Die Rohstoffpreise sind seit 2020 gestiegen, und der Wettbewerb um Kundschaft wird immer härter.
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