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Inland 07.05.2026, 13:52 Aktualisiert: 07.05.2026, 15:01

Bahn-Zustandsbericht: Note 3,0 trotz Milliardeninvestitionen

Schienennetz erhält Note 3,0 wie im Vorjahr.

Wichtige Fakten

  • Schienennetz erhält Note 3,0 wie im Vorjahr.
  • Investitionsstau sinkt von 130 auf 124 Milliarden Euro.
  • Stellwerke mit Note 4,02 besonders erneuerungsbedürftig.
  • 2025 rund 19,9 Milliarden Euro investiert.
  • Bahnchefin Palla sieht Talsohle der Alterung erreicht.

Zustand des Bahnnetzes stabil auf niedrigem Niveau

Die Deutsche Bahn hat den Zustand ihres Schienennetzes im vergangenen Jahr trotz Milliardeninvestitionen nicht verbessern können. Der aktuelle Netzzustandsbericht bescheinigt dem Netz die Schulnote 3,0 – genauso wie im Vorjahr. Bahnchefin Evelyn Palla räumte ein, dass die Trendwende noch nicht geschafft sei, betonte aber zugleich: „Die Talsohle der ungebremsten Alterung unserer Schieneninfrastruktur scheint erreicht.“ Die Allianz pro Schiene sprach von einem Hoffnungsschimmer, verwies aber auf einen weiterhin gewaltigen Investitionsstau von 124 Milliarden Euro (2024: 130 Milliarden).

Leichte Verbesserungen bei Bahnhöfen und Brücken

Immerhin konnten sich die Bahnhöfe leicht verbessern: Sie erhielten die Note 2,96 (Vorjahr: 3,03). 124 Bahnhöfe wurden nach einer Rundum-Erneuerung fertiggestellt. Auch die Brücken verbesserten sich leicht auf Note 2,64. In besonders schlechtem Zustand sind weiterhin die Stellwerke mit einer Note von 4,02 – jedes zweite der rund 4.000 Stellwerke ist erneuerungsbedürftig. 2025 investierte die Bahn rund 19,9 Milliarden Euro in die Sanierung, für 2026 sind 23 Milliarden Euro und 28.000 Baustellen geplant. Im Fernverkehr waren zuletzt nur etwa 60 Prozent der Züge pünktlich.

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