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Wirtschaft 26.03.2026, 16:17 Aktualisiert: 26.03.2026, 18:15

BASF eröffnet Mega-Werk in China trotz Risiken und deutscher Abbaumaßnahmen

BASF investierte 9 Milliarden Euro in das Werk in Zhanjiang, die größte Einzelinvestition der Unternehmensgeschichte.

Wichtige Fakten

  • BASF investierte 9 Milliarden Euro in das Werk in Zhanjiang, die größte Einzelinvestition der Unternehmensgeschichte.
  • Das Werk erstreckt sich über 4 Quadratkilometer und läuft zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien.
  • China macht 14 Prozent des BASF-Umsatzes aus, die Hälfte der weltweiten Chemienachfrage liegt dort.
  • In Deutschland werden Stellen abgebaut, während BASF in China expandiert, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
  • Geopolitische Risiken wie ein möglicher Taiwan-Konflikt könnten die Investitionen gefährden.

Eröffnung und Investition

BASF hat sein neues Mega-Werk im chinesischen Zhanjiang eröffnet, eine Rekordinvestition von 9 Milliarden Euro, die als größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte gilt. Das Werk erstreckt sich über vier Quadratkilometer und ist der drittgrößte Verbundstandort von BASF nach Ludwigshafen und Antwerpen. Es produziert Basis- und Spezialchemikalien für Industrien wie Automobil und Plastik und läuft vollständig mit erneuerbaren Energien.

Strategie und Marktbedeutung

BASF-Vorstandsvorsitzender Markus Kamieth betont die Bedeutung Chinas als größten und am stärksten wachsenden Chemiemarkt der Welt, der derzeit 14 Prozent des BASF-Umsatzes ausmacht. Das Unternehmen verfolgt eine Strategie "in China für China", mit einem eigenen Tiefseehafen für Rohstoffimporte und Exporte nach Südostasien. Trotz Debatten über Abhängigkeiten setzt BASF auf Expansion in China, während in Deutschland Stellen abgebaut werden, um mit Nachfrageschwäche und Preisdruck umzugehen.

Risiken und Kritik

Die Investition birgt Risiken, darunter geopolitische Spannungen, wie ein möglicher Konflikt um Taiwan, der Schifffahrtsrouten unterbrechen könnte. Kritiker befürchten, dass BASF sich nach dem Rückzug aus Russland erneut von einem autokratisch geführten Land abhängig macht. Dennoch plant die deutsche Chemieindustrie laut Umfragen weitere Investitionen in China, um wettbewerbsfähig zu bleiben, trotz schwieriger Marktbedingungen wie Überkapazitäten und Preisdruck.

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