Wegner verzichtet auf Spitzenkandidatur nach "Tennis-Gate"
Wichtige Fakten
- • Kai Wegner tritt nicht als CDU-Spitzenkandidat zur Berlin-Wahl im September an.
- • Er bleibt bis zur Wahl im September Regierender Bürgermeister.
- • Grund sind falsche Angaben zu seinem Verhalten während des Stromausfalls am 3. Januar.
- • Die CDU sank in Umfragen auf 17 Prozent auf Platz vier.
- • Wegner räumte "kommunikative Fehler" ein und entschuldigte sich.
Wegner verzichtet auf Spitzenkandidatur
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner tritt bei der Abgeordnetenhauswahl im September nicht erneut als CDU-Spitzenkandidat an, bleibt aber bis dahin im Amt. Er zog damit Konsequenzen aus der Debatte um sein Verhalten während des großen Stromausfalls am 3. Januar. Damals hatten 100.000 Menschen tagelang keinen Strom, und Wegner gab zunächst falsche Angaben zu seinem Tagesablauf – so verschwieg er eine Tennisstunde. Erst jüngst räumte er „kommunikative Fehler“ ein. In einer Pressekonferenz am Freitag sagte Wegner, es gelinge ihm nicht mehr, die Menschen mit anderen Themen zu erreichen, da das Stromausfall-Thema alles überschatte. Er entschuldigte sich und nannte sein Verhalten „Mist“.
Krisenmanagement und Kritik
Die Opposition warf Wegner Lügen vor, auch der Koalitionspartner SPD rückte ab. In Umfragen fiel die CDU nach 28,2 Prozent 2023 nun auf 17 Prozent hinter Linke, Grüne und AfD zurück. Wegner erklärte, durch seinen Rücktritt als Spitzenkandidat wolle er verhindern, dass die CDU durch Debatten über seine Person weiter geschwächt werde. Als möglicher Nachfolger für die CDU-Spitzenkandidatur gilt Finanz- und Kultursenator Stefan Evers.
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