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International 13.01.2026, 04:36 Aktualisiert: 13.01.2026, 12:05

Berufungsprozess gegen Le Pen: Politische Zukunft auf dem Spiel

Marine Le Pen steht wegen Veruntreuung von EU-Geldern vor dem Berufungsgericht.

Wichtige Fakten

  • Marine Le Pen steht wegen Veruntreuung von EU-Geldern vor dem Berufungsgericht.
  • In erster Instanz wurde entschieden, dass Le Pen fünf Jahre nicht an Wahlen teilnehmen darf.
  • Der Berufungsprozess könnte die politische Zukunft von Le Pen und deren Partei, dem Rassemblement National, entscheidend beeinflussen.
  • Jordan Bardella, Parteichef des RN, ist der logische Ersatzkandidat und erfährt Unterstützung aus den eigenen Reihen.
  • Das Urteil wird im Sommer 2026 erwartet.
Heute beginnt in Frankreich der Berufungsprozess gegen Marine Le Pen, die der Veruntreuung von EU-Geldern beschuldigt wird. In erster Instanz war sie zu einem fünfjährigen Wahlverbot verurteilt worden, was einen herben Dämpfer für ihre Ambitionen bei der Präsidentschaftswahl 2027 darstellt. Le Pen, die dreimalige Präsidentschaftskandidatin des rechtsradikalen Rassemblement National (RN), zeigt sich nun zurückhaltender als nach dem ursprünglichen Urteil. Parteichef Jordan Bardella hat sich als starker Unterstützer gezeigt und könnte bei einer Bestätigung des Urteils als Kandidat hervortreten. Das Ergebnis des Berufungsprozesses könnte nicht nur Le Pens politische Zukunft entscheiden, sondern auch die strategische Ausrichtung des RN beeinflussen. Darüber hinaus steht das Verhältnis von Justiz und Politik in Frankreich auf dem Prüfstand.

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