Besorgniserregende Bilanz: Zahl der Lawinentoten in Europa steigt deutlich
Wichtige Fakten
- • 126 Lawinentote in Europa seit Oktober 2025/26.
- • Höchste Zahl in Italien mit 32 Todesopfern.
- • Klimawandel verändert Schneebeschaffenheit und Winde.
- • Skitouren abseits der Pisten werden beliebter.
- • Letztes Jahrzehnt: Nur 2017/18 mit 147 Toten höher.
Hohe Opferzahl in europäischen Gebirgen
In der aktuellen Wintersaison 2025/26 sind in Europa bereits 126 Menschen durch Lawinen ums Leben gekommen, wie der European Avalanche Warning Service (EAWS) berichtet. Dies ist die höchste Zahl seit Jahren, wobei Italien mit 32 Todesopfern am stärksten betroffen ist, gefolgt von Frankreich (31) und Österreich (29). In Deutschland gab es bislang keine Todesfälle. Die Statistik umfasst Vorfälle seit dem 1. Oktober, hauptsächlich in den Alpen, aber auch in anderen Gebirgen wie den Karpaten.
Ursachen und regionale Schwerpunkte
Experten führen die ungewöhnlich hohe Opferzahl auf den Klimawandel zurück, der durch höhere Temperaturen die Schneebeschaffenheit verändert und zu stärkeren Winden führt, die gefährlichen Treibschnee ansammeln. Besonders betroffen sind Regionen im südlichen Alpenraum, wie Italien. Zudem werden Skitouren und Abfahrten außerhalb präparierter Pisten immer beliebter, was das Risiko erhöht. Im vergangenen Jahrzehnt gab es nur einen Winter (2017/18) mit mehr Todesopfern (147).
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