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Wirtschaft 23.04.2026, 06:09 Aktualisiert: 23.04.2026, 10:01

DAX fällt weiter: Iran-Konflikt und Ölpreisschock belasten Börsen

DAX fällt um 0,5% auf 24.071 Punkte zum Handelsstart.

Wichtige Fakten

  • DAX fällt um 0,5% auf 24.071 Punkte zum Handelsstart.
  • Brent-Ölpreis liegt weiter über 100 Dollar pro Barrel.
  • Straße von Hormus bleibt geschlossen, Versorgungslage angespannt.
  • EU-Neuzulassungen von Pkw steigen im März um 12,5%.
  • Heineken kündigt Abbau von 6.000 Stellen an.

Marktentwicklung

Die Börsen werden weiterhin von der unsicheren geopolitischen Lage im Nahen Osten beeinflusst, insbesondere durch den anhaltenden Iran-Konflikt und die geschlossene Straße von Hormus. Der DAX verzeichnet weitere Verluste und fällt zum Handelsstart um 0,5 Prozent auf 24.071 Punkte. Die Nervosität der Anleger nimmt zu, da die wirtschaftlichen Schäden des Konflikts täglich größer werden. US-Indizes wie der Dow Jones und der Nasdaq 100 zeigen sich dagegen robust, letzterer erreicht Rekordstände dank KI-Optimismus im Technologiesektor. In Asien drehten Stimmungen, mit dem Nikkei, der zunächst ein Allzeithoch über 60.000 Punkte knackte, dann aber ins Minus fiel.

Wirtschaftliche Faktoren

Der Ölpreis für Brent-Rohöl bleibt hoch über 100 Dollar je Barrel, angetrieben durch die anhaltende Blockade der Straße von Hormus. Experten erwarten weitere Preissteigerungen, solange keine Einigung zwischen den Konfliktparteien erzielt wird. Gleichzeitig wächst der EU-Automarkt: Die Neuzulassungen von Pkw stiegen im März um 12,5 Prozent auf 1,158 Millionen Fahrzeuge. Elektroautos profitieren von Steuervergünstigungen und Förderprogrammen in vielen EU-Staaten. Marktführer bleibt Volkswagen, während BYD und Tesla deutliche Zuwächse verzeichnen. Autoexperte Constantin Gall von EY warnte jedoch, dass der starke März ein „Strohfeuer“ gewesen sein könnte, da die Wirtschaftslage unsicher sei.

Unternehmensberichte

Eine Vielzahl von Unternehmen legt Bilanzzahlen vor. Renault profitiert von Kooperationen mit Nissan und Geely und blickt optimistisch in die Zukunft, insbesondere bei Elektroautos. Heineken berichtet von einem robusten Bierabsatz im ersten Quartal, warnt aber vor schwierigeren Monaten aufgrund von Inflation und Lieferkettenproblemen – der Konzern hat bereits den Abbau von 6.000 Stellen angekündigt. SAP steht vor der Herausforderung, mit KI-Initiativen Erlöse zu steigern, während konkurrierende KI-Modelle den Bedarf an traditioneller Software reduzieren könnten.

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