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Politik 30.05.2026, 12:27 Aktualisiert: 30.05.2026, 23:01

Brenner-Sperrung: Tausende protestieren gegen Verkehrslawine

Brennerautobahn war am Samstag für Lkw und Pkw gesperrt.

Wichtige Fakten

  • Brennerautobahn war am Samstag für Lkw und Pkw gesperrt.
  • Tausende protestierten gegen Lärm und Abgase, Initiativer ist Bürgermeister.
  • Großes Verkehrschaos blieb aus, viele Fahrer verlegten Reise.
  • Brennerbasistunnel soll ab 2032 Entlastung bringen.
  • Österreich und Bayern kritisierten die Blockade, Salvini klagte dagegen.

Protestaktion am Brenner: Tausende fordern weniger Verkehr

Die Brennerautobahn zwischen Österreich und Italien war am Samstag aufgrund einer Demonstration gesperrt. Mehrere Tausend Menschen versammelten sich in Matrei am Brenner und protestierten gegen Lärm, Abgase und die zunehmende Belastung durch den Transitverkehr. Der parteilose Bürgermeister von Gries am Brenner, Karl Mühlsteiger, hatte die Aktion angemeldet. Die Sperrung galt für Lkw ab 9 Uhr und für Pkw ab 11 Uhr bis 19 Uhr auf österreichischer Seite. Ausweichrouten führten über die Tauernautobahn oder die Schweiz.

Verkehrslage: Chaos blieb aus – viele Reisen vorgezogen

Das befürchtete große Verkehrschaos blieb aus. Viele Autofahrer hatten ihre Fahrt vorgezogen oder auf andere Tage verschoben. Die Staus auf den Ausweichstrecken hielten sich in Grenzen. Der ADAC und der ÖAMTC hatten zuvor mit massiven Behinderungen gerechnet. Der Bürgermeister betonte, die Politik habe die Anwohner nicht gehört; nun sei ein Zeichen nötig. Die Demonstranten forderten Lärmschutz, höhere Lkw-Maut und eine Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene.

Politische Reaktionen und Ausblick

Der italienische Verkehrsminister Matteo Salvini klagte gegen die Beschränkungen, der Tiroler Landeshauptmann Anton Mattle stellte sich hinter die Protestierenden. Der Brennerbasistunnel, der ab 2032 in Betrieb gehen soll, wird als Hoffnungsträger gesehen. Kritik gibt es jedoch am fehlenden Ausbau der nördlichen Zulaufstrecken in Deutschland und Bayern.

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