Britischer Arbeitsmarkt: Unerwarteter Rückgang der Arbeitslosigkeit, aber Sorgen wegen Nahostkonflikt
Wichtige Fakten
- • Arbeitslosenquote sank auf 4,9% in den drei Monaten bis Februar 2026.
- • Lohnwachstum verlangsamte sich auf 3,6% jährlich, niedrigster Stand seit 2020.
- • Anzahl der Beschäftigten auf Gehaltslisten fiel im März um 11.000.
- • Inaktivitätsquote stieg auf 21%, vor allem durch weniger arbeitssuchende Studenten.
- • IMF senkte UK-Wachstumsprognose für 2026 auf 0,8% wegen Energiepreisschocks.
Zusammenfassung der aktuellen Lage
Die britische Arbeitslosenquote ist in den drei Monaten bis Februar 2026 unerwartet auf 4,9% gesunken, nachdem sie zuvor bei 5,2% lag. Dieser Rückgang wird jedoch teilweise durch einen Anstieg der wirtschaftlichen Inaktivität erklärt, insbesondere da weniger Studenten neben ihrem Studium Arbeit suchten. Die Inaktivitätsquote stieg auf 21%.
Lohnentwicklung und aktuelle Belastungen
Das Lohnwachstum verlangsamte sich im gleichen Zeitraum auf 3,6% jährlich, den niedrigsten Stand seit Ende 2020, bleibt aber über der Inflationsrate. Die Zahl der offenen Stellen sank auf 711.000, ein Fünfjahrestief. Aktuellere Daten zeigen, dass die Zahl der Beschäftigten auf Gehaltslisten im März um 11.000 fiel, was erste Auswirkungen des Iran-Kriegs ab Februar widerspiegeln könnte.
Auswirkungen des Nahostkonflikts
Ökonomen warnen, dass der Konflikt im Nahen Osten und die daraus resultierenden steigenden Energiekosten den Arbeitsmarkt in den kommenden Monaten belasten werden. Der Internationale Währungsfonds hat seine Wachstumsprognose für das UK 2026 auf 0,8% gesenkt und erwartet, dass das Land unter den Industrienationen am stärksten betroffen sein wird. Die Bank of England wird die Daten vor ihrer Zinsentscheidung Ende April prüfen, wobei mit unveränderten Zinsen gerechnet wird.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.