Britischer Immobilienmarkt: Jeder zweite Eintrag seit Januar unverkauft
Wichtige Fakten
- • Drei von fünf seit Januar gelisteten Immobilien sind unverkauft.
- • Vereinbarte Verkäufe lagen 7% unter Vorjahr.
- • Hypothekenzinsen stiegen im April auf bis zu 5,90%.
- • Nachfrage von Käufern sank um 15% im Vergleich zum Vorjahr.
- • In London stiegen monatliche Kosten für Erstkäufer um 232 Pfund.
Angespannte Lage auf dem britischen Immobilienmarkt
Laut dem Immobilienportal Zoopla sind drei von fünf seit Januar angebotenen Immobilien in Großbritannien noch unverkauft. Hohe Hypothekenzinsen und überhöhte Kaufpreise bremsen die Nachfrage. Die Zahl der vereinbarten Verkäufe lag im Mai um 7% unter dem Vorjahreszeitraum, wobei regionale Unterschiede bestehen: In Wales betrug der Rückgang 12%, in den East Midlands 11%.
Hypothekenzinsen und Nachfrageeinbruch
Der durchschnittliche zweijährige Festzins stieg von 4,83% im März auf 5,90% Mitte April, belastet durch die US-israelischen Spannungen mit dem Iran. Dies führte zu einem Nachfrageeinbruch von 15% im Vergleich zum Vorjahr. Besonders betroffen sind Erstkäufer: In London stiegen die monatlichen Kosten um 232 Pfund. Im Nordosten Englands betrug der Anstieg nur 66 Pfund.
Experten: Preisanpassungen und Zinssenkungen als Hoffnung
Zoopla-Experte Richard Donnell rät Verkäufern zu realistischen Preisvorstellungen. Käufer profitierten von fallenden Zinsen und mehr Auswahl. Die Bank of England meldete im Mai den niedrigsten Stand bei Hypothekenzulassungen seit zweieinhalb Jahren. Savills-Experte Lucian Cook sieht zusätzliche Unsicherheiten durch die wirtschaftliche Entwicklung und regiutorische Reformen im Vermietungssektor.
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