Bund fördert Umbau von Büros zu Wohnungen
Wichtige Fakten
- • Büroleerstandsquote in deutschen Metropolen stieg von 3,3% (2019) auf 8,3%.
- • ifo-Institut schätzt Potenzial von 60.000 Wohnungen aus Büroumbauten in 7 Metropolen.
- • Neues Bundesprogramm: Zuschuss bis zu 30.000 Euro pro Wohneinheit, maximal 300.000 Euro pro Unternehmen.
Neues Förderprogramm für Umbau von Büros zu Wohnungen
In deutschen Metropolen stehen immer mehr Büroflächen leer. Um dem Wohnungsmangel entgegenzuwirken, fördert die Bundesregierung ab Juli 2026 die Umwandlung von Büro- und Ladenflächen in Wohnungen. Das Programm sieht einen Zuschuss von bis zu 30.000 Euro je entstehender Wohneinheit vor, begrenzt auf 300.000 Euro pro Unternehmen. Voraussetzung ist die Einhaltung bestimmter Energiestandards.
Herausforderungen beim Umbau
Die Umwandlung ist oft aufwendig: Sanitär-, Heizungs- und Elektroinstallationen müssen angepasst, Balkone angebracht werden. Die Kosten sind daher mit einem Neubau vergleichbar, aber die Umweltbilanz ist besser, da der Rohbau erhalten bleibt. Ein Beispiel ist ein Düsseldorfer Gebäudekomplex, in dem aus ehemaligen Thyssen-Büros 340 Wohnungen entstanden.
Steigender Büroleerstand und Wohnungsnot
Laut Jones Lang LaSalle stieg die Büroleerstandsquote in sieben deutschen Metropolen von 3,3 Prozent im Jahr 2019 auf 8,3 Prozent. Ursachen sind die schwache Wirtschaftslage und veränderte Arbeitsweisen wie Homeoffice. Gleichzeitig herrscht in Großstädten große Wohnungsnot. Das ifo-Institut schätzt, dass theoretisch 60.000 Wohnungen durch Umbauten entstehen könnten, doch nur ein Teil sei wirtschaftlich realisierbar. Experten begrüßen den Förderanreiz, warnen aber vor Mitnahmeeffekten.
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