Britischer Minister unter Druck nach fragwürdigen Kontakten zu Geheimdienst
Wichtige Fakten
- • Josh Simons kontaktierte den britischen Geheimdienst NCSC, um Journalisten untersuchen zu lassen.
- • Er verband Journalisten ohne Belege mit einer pro-russischen Propagandakampagne.
- • Die NCSC lehnte eine Untersuchung der Vorwürfe ab.
- • Simons steht unter internen Untersuchungen der Kabinettsbüro-Ethikkommission.
Britischer Minister im Zentrum von Kontroversen
Der britische Minister Josh Simons soll persönlich den Geheimdienst NCSC kontaktiert haben, um Journalisten untersuchen zu lassen, die über nicht deklarierte Spenden an die Denkfabrik Labour Together berichteten. Laut E-Mails, die dem Guardian vorliegen, verband Simons die Journalisten fälschlich mit pro-russischen Propagandanetzwerken, obwohl keine Belege dafür vorliegen. Die NCSC lehnte eine Untersuchung ab.
Hintergrund und Reaktionen
Simons hatte zuvor eine PR-Agentur beauftragt, die Hintergründe der Berichterstattung zu erforschen. In den E-Mails an den Geheimdienst wurden persönliche Informationen über Journalisten weitergegeben, was von Betroffenen als "McCarthyistische Rufschädigung" kritisiert wird. Simons bestreitet die Vorwürfe und betont, überrascht über die Ausweitung der Untersuchung gewesen zu sein. Er steht nun unter interner Prüfung durch die Ethikkommission des Kabinettsbüros.
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