Bund will Magnetschwebebahn-Comeback im Nahverkehr fördern
Wichtige Fakten
- • Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) plant Förderung für neue Magnetschwebebahnen
- • Technologie soll Alternative zu U- und Straßenbahnen im Nahverkehr werden
- • Bundesfinanzhilfen von bis zu 90 Prozent für Infrastrukturprojekte möglich
- • 2021-Machbarkeitsstudie sah Vorteile bei schwierigen topografischen Bedingungen
- • Für 2026 stehen rund 2 Milliarden Euro Fördermittel bereit
Förderpläne des Bundes
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) will Magnetschwebebahnen in Deutschland zu einem Comeback verhelfen. Laut Berichten sollen neue und modernere Magnetschwebebahnen künftig mit Bundesmitteln gefördert werden und im Nahverkehr in Konkurrenz zu U- oder Straßenbahnen treten. Ein Ministeriumssprecher bezeichnet die Technologie als "verfügbare und konkurrenzfähige Alternative" zu klassischen spurgeführten Systemen, die besonders bei schwierigen topografischen Bedingungen Vorteile biete.
Rechtliche und finanzielle Grundlagen
Zur Umsetzung der Pläne wird aktuell die Öffnung des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG) innerhalb der Bundesregierung abgestimmt, um innovative Ansätze wie Magnetschwebebahnen fördern zu können. Infrastrukturprojekte des ÖPNV können dabei anteilig bis zu 90 Prozent mit Bundesfinanzhilfen getragen werden. Für das Jahr 2026 stehen dafür nach Ministeriumsangaben rund zwei Milliarden Euro zur Verfügung.
Historischer Hintergrund
Die Pläne knüpfen an eine Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2021 an, die der damalige Minister Andreas Scheuer (CSU) in Auftrag gegeben hatte. In Deutschland war jahrelang vor der Jahrtausendwende der Bau einer Magnetschwebebahn namens Transrapid diskutiert worden, wobei das Projekt für die Strecke Hamburg-Berlin im Jahr 2000 gestoppt wurde, nachdem verkehrspolitische Zweifel und Kostenbedenken aufgekommen waren.
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