Teilen:
Inland 06.03.2026, 17:45

Bundesrat fordert besseren Schutz vor heimlichen Spannervideos

Bundesrat fordert Gesetzesentwurf gegen heimliche voyeuristische Aufnahmen

Wichtige Fakten

  • Bundesrat fordert Gesetzesentwurf gegen heimliche voyeuristische Aufnahmen
  • Betroffen sind vor allem Frauen und Mädchen in sexualisierten Kontexten
  • Justizministerin Hubig kündigte Gesetzesentwurf für Anfang 2026 an
  • Technik wie Smartphones senkt Hemmschwelle für solche Taten

Gesetzeslücken im Fokus

Der Bundesrat hat die Bundesregierung aufgefordert, zeitnah einen Gesetzentwurf vorzulegen, der Lücken im Strafrecht schließt, um Frauen und Mädchen besser vor heimlich aufgenommenen voyeuristischen Fotos und Videos zu schützen. Laut einer Entschließung der Länder sollen damit der Schutz der sexuellen Selbstbestimmung und das Recht am eigenen Bild gestärkt werden.

Konkrete Fälle und politische Initiativen

Betroffen sind Aufnahmen in sexualisierten Kontexten, wie heimliches Filmen des bekleideten Gesäßes in der Öffentlichkeit oder Nacktaufnahmen an Orten wie Saunen. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig hatte bereits im Januar angekündigt, einen entsprechenden Gesetzentwurf zu erarbeiten, der bis Anfang 2026 vorgelegt werden soll, obwohl nicht alle Länder bisher zustimmen.

Hintergrund und gesellschaftliche Relevanz

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein betonte, dass Gewalt gegen Frauen oft heimlich erfolge, was besonders perfide sei, da moderne Technik wie Smartphones die Hemmschwelle senke. Er wies darauf hin, dass solche Taten die Würde der Opfer angreifen und seelische Verletzungen verursachen, weshalb Täter nicht straffrei bleiben dürften.

Kein Briefing mehr verpassen

Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen. Abmeldung jederzeit.