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Inland 05.06.2026, 08:14 Aktualisiert: 05.06.2026, 10:01

Bundesregierung hält an Ziel für 2030 fest: Obdachlosigkeit überwinden

Bundesregierung will Obdachlosigkeit bis 2030 beenden.

Wichtige Fakten

  • Bundesregierung will Obdachlosigkeit bis 2030 beenden.
  • 2024 waren 1.029.000 Menschen in Deutschland wohnungslos.
  • Anstieg der Wohnungslosenzahl um elf Prozent gegenüber 2023.
  • Expertin: Ziel ist unhaltbar, aber Verbesserungen möglich.
  • Bund gibt 23,5 Milliarden Euro für bezahlbaren Wohnraum.

Regierungsziel und Kritik

Trotz steigender Zahlen hält die Bundesregierung an ihrem ambitionierten Ziel fest, die Obdachlosigkeit in Deutschland bis 2030 zu überwinden. Bauministerin Verena Hubertz (SPD) betonte, es handle sich um eine Mammutaufgabe, an der man festhalten wolle. Die Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe, Sabine Bösing, hält das Ziel dagegen in seiner Ganzheit für unhaltbar, sieht aber Potenzial für Verbesserungen: „Dafür sind politischer Wille, ausreichende Investitionen und konsequente Maßnahmen erforderlich.“

Aktuelle Lage und Finanzierung

Laut Hochrechnungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe hatte die Zahl der Wohnungslosen 2024 einen Rekordstand von 1.029.000 Menschen erreicht – ein Anstieg von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Obdachlosigkeit ist die extreme Form der Wohnungslosigkeit, bei der Betroffene im Freien übernachten müssen. Hubertz verwies auf 23,5 Milliarden Euro, die der Bund den Ländern für bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung stellt. Eine „radikale Umsteuerung in der Wohnungs- und Mietenpolitik“ könnte zu mehr Sozialwohnungen und weniger Wohnungsverlusten führen, so Bösing.

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