Pistorius legt erste Militärstrategie der Bundeswehr vor
Wichtige Fakten
- • Erstmals hat Deutschland eine umfassende Militärstrategie für die Bundeswehr.
- • Russland wird als Hauptbedrohung eingestuft, hybriden Krieg führen.
- • Bundeswehr soll bis 2035 auf 260.000 Aktive und 200.000 Reservisten wachsen.
- • Ziel: konventionell stärkste Armee Europas werden.
- • Voraussetzung für einen Einsatz bleibt ein Waffenstillstand.
Erste Militärstrategie vorgestellt
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat die erste Militärstrategie der Bundeswehr vorgestellt. Angesichts einer „unberechenbarer und gefährlicher“ gewordenen Weltlage definiert das Dokument erstmals klare militärstrategische Ziele, um Planungen für Waffensysteme, Personal und Fähigkeiten zu verbessern. Die Strategie konzentriert sich auf Abschreckung, Einsatzbereitschaft und NATO-Verpflichtungen.
Hauptbedrohung Russland
Als Hauptbedrohung benennt die Strategie Russland, das sich durch Aufrüstung auf eine militärische Auseinandersetzung mit der NATO vorbereite und gezielt hybride Mittel wie Sabotage, Spionage und Desinformationskampagnen einsetze. Deren Abwehr sei zur Daueraufgabe geworden. Ziel Russlands sei die Schwächung der NATO und die Ausweitung seines Einflusses in Europa.
Personelle und finanzielle Ziele
Die Bundeswehr soll bis 2035 auf 260.000 aktive Soldaten und 200.000 Reservisten wachsen, um gemeinsam mit Verbündeten einer Aggression entgegenzutreten. Pistorius bekräftigte das Ziel, die Bundeswehr zur „konventionell stärksten Armee Europas“ zu entwickeln. Die Schuldenbremse wurde gelockert, um die Verteidigungsausgaben massiv zu erhöhen.
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