Bundeswehr-Schiffe auf dem Weg nach Dschibuti: Straße von Hormus teils wieder offen, Minenräumung steht bevor
Wichtige Fakten
- • USA und Iran unterzeichnen Absichtserklärung zur Öffnung der Straße von Hormus.
- • Minenräumung könnte laut Experten 40 Tage bis sechs Monate dauern.
- • Deutsche Schiffe Fulda und Mosel erreichen Rotes Meer auf dem Weg nach Dschibuti.
- • Rund 500 Handelsschiffe warten im Persischen Golf auf Durchfahrt.
- • Ölpreis fällt auf rund 77 Dollar je Barrel nach Einigung.
- • Abkommen gilt zunächst 60 Tage, endgültige Vereinbarung noch offen.
Verlegung der Marineschiffe
Die Bundeswehr hat die Marineschiffe Fulda und Mosel ins Rote Meer verlegt, um einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus vorzubereiten. Die Schiffe haben den Suezkanal passiert und nehmen Kurs auf Dschibuti. Verteidigungsminister Boris Pistorius betonte, Deutschland wolle bei Bedarf schnell handlungsfähig sein. Die Schiffe sind für Minenjagd und Sicherung der Schifffahrt ausgerüstet, unterstützt von autonomen Systemen und Minentauchern. Ein Bundestagsmandat ist für die Verlegung nicht erforderlich; etwa 140 Soldaten sind an Bord.
Aktuelle Entwicklung und Abkommen
Die USA und der Iran haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, die die Passage durch die Straße von Hormus ermöglichen soll. Der Iran verpflichtet sich, innerhalb von 30 Tagen mögliche Seeminen zu räumen. Erste Tanker, darunter saudische Supertanker und mit Sanktionen belegte iranische Schiffe, haben die Meerenge bereits passiert. Allerdings ist die Route noch riskant, und Reedereien warten auf volle Sicherheit. Rund 500 Handelsschiffe warten im Persischen Golf auf die Weiterfahrt, darunter 46 Schiffe deutscher Reedereien.
Herausforderungen und Kosten
Die Minenräumung könnte zwischen 40 Tagen und sechs Monaten dauern, abhängig vom Fortschritt. Ohne bezahlbare Versicherungen scheuen viele Reeder die Route. Der Ölpreis fiel nach der Einigung auf rund 77 Dollar pro Barrel. Spritpreise in Deutschland sinken, bleiben aber über Vorkriegsniveau. Die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs belasten die Konjunktur: Das ifo-Institut senkte seine Wachstumsprognose für 2027 auf 0,8 Prozent.
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