DAX klettert auf neues Rekordhoch dank Ölpreisverfall
Wichtige Fakten
- • DAX übertrifft Rekord und fällt auf 25.984 Punkte zeitweise.
- • Brent-Öl fällt auf rund 83 Dollar pro Barrel zu Handelsbeginn.
- • US-Präsident Trump kündigt neue Gespräche mit dem Iran an.
- • Zahlreiche DAX-Unternehmen legen ab Dienstag Quartalszahlen vor.
- • Einzelhandel meldet 2,2 Prozent Umsatzwachstum im ersten Halbjahr.
DAX auf Rekordjagd
Die Aussicht auf eine diplomatische Lösung im Iran-Konflikt und deutlich sinkende Ölpreise treiben den DAX am Montag auf ein neues Rekordhoch. Der deutsche Leitindex überschreitet im frühen Handel die bisherige Bestmarke von 25.900 Zählern und steigt zeitweise auf 25.984 Punkte. Das entspricht einem Plus von rund 1,4 Prozent gegenüber dem Schluss am Freitag, als der Index bei 25.629 Punkten aus dem Handel ging.
Ölpreis und Diplomatie
Ausschlaggebend für den Sprung auf das Allzeithoch ist laut Marktbeobachtern die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, neue Gesprächsrunden mit dem Iran zu starten. Dies weckt Hoffnungen auf eine Deeskalation des Konflikts. In der Folge sinkt der Preis für ein Barrel Brent auf rund 83 Dollar, gut sieben Prozent weniger als am Wochenende. Zusätzlich belastet wurde der Ölmarkt von der Entscheidung der Opec+, ihre Förderung ab September um 188.000 Barrel pro Tag zu erhöhen.
Rückenwind durch Quartalszahlen
Die Berichtssaison der Unternehmen unterstreicht die positive Grundstimmung. Wie bereits in der Vorwoche erwartet man eine Flut positiver Quartalszahlen von etwa der Hälfte der DAX-Konzerne. Ab Dienstag legen Bayer, Continental, FMC und Zalando vor, gefolgt von DHL, Siemens Energy, Infineon und anderen. Marktanalyst Timo Emden spricht von einer „neuen Navigationsroute“, die die Börsen nehmen könnten.
Einzelhandel im Plus
Neben der Unternehmensseite zeigt auch der Konsum eine positive Tendenz: Der Einzelhandel meldet einen Umsatzanstieg von 2,2 Prozent im ersten Halbjahr. Real bedeutet dies ein Plus von 0,7 Prozent. Der Handelsverband HDE rechnet für das Gesamtjahr 2026 mit einem Wachstum um zwei Prozent nominal und 0,5 Prozent real.
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