Chinas Doppelrolle im Iran-Krieg: Friedensstifter und Unterstützer
Wichtige Fakten
- • China importiert trotz Sanktionen 80% des iranischen Öls.
- • Peking stellt Iran Satellitenbilder des Beidou-Netzwerks zur Verfügung.
- • China übt gemeinsam mit Iran und Russland Marineübungen am Golf von Oman aus.
- • Ein 2021 geschlossenes Abkommen sieht Investitionen von bis zu 400 Milliarden Dollar vor.
- • China propagiert eine Friedensrolle, während es Iran militärisch-technisch unterstützt.
Chinas komplexe Position im Iran-Konflikt
China verfolgt im Iran-Krieg eine ambivalente Strategie: Während die staatliche Propaganda die USA als Aggressor und sich selbst als Friedensstifter darstellt, unterstützt die Volksrepublik Teheran massiv. Laut Sicherheitsexperten liefert Peking Dual-Use-Güter und gewährt Zugang zum Satellitennetzwerk Beidou, was Irans militärische Fähigkeiten stärkt. Gleichzeitig positioniert sich China als Vermittler und nutzt seine wirtschaftliche Hebelwirkung als wichtigster Handelspartner Irans.
Wirtschaftliche Abhängigkeiten und geopolitische Ziele
China bezieht 80 Prozent des iranischen Öls, ist aber selbst nur zu 13 Prozent auf iranische Lieferungen angewiesen. Große eigene Ölreserven verschaffen Peking strategische Vorteile. Ziel der chinesischen Führung ist es, den US-Einfluss in der Golfregion zurückzudrängen und eine neue Weltordnung unter Beteiligung der CRINK-Staaten (China, Russland, Iran, Nordkorea) zu etablieren. Dabei bindet man auch Saudi-Arabien mit Milliardeninvestitionen an sich.
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