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Politik 03.09.2026, 10:42 Aktualisiert: 03.09.2026, 12:01

Dänemark warnt vor russischer Sabotage gegen seine Rüstungsindustrie

Dänemarks Geheimdienst warnt vor Sabotage durch Russland.

Wichtige Fakten

  • Dänemarks Geheimdienst warnt vor Sabotage durch Russland.
  • Ziel sind Firmen, die Waffen für die Ukraine bauen.
  • Russland will Brandstiftungen und Spionage einsetzen.
  • Der deutsche Geheimdienst warnte zuvor vor ähnlichen Angriffen.
  • Dänemark verstärkt Sicherheitsmaßnahmen.

Warnung vor russischen Sabotageakten in Dänemark

Dänemarks Inlandsgeheimdienst PET hat vor konkreten russischen Sabotageakten gewarnt, die sich gegen die dänische Rüstungsindustrie richten. Demnach bereite Russland "aktiv Sabotageakte vor, die auf die Verteidigungsindustrie abzielen", wie Emil Graesholm, Leiter der Spionageabwehr, gegenüber der Zeitung Berlingske erklärte. Die Sabotagepläne richten sich insbesondere gegen Unternehmen, die Waffen für die Ukraine produzieren. Laut Geheimdienst erwägt Russland Brandstiftung als Methode, um sowohl Angst in der Bevölkerung zu verbreiten als auch die Waffenlieferungen in die Ukraine zu stoppen.

Öffentliche Warnung und Anwerbung von Spionen

Der PET betonte, dass die Vorbereitungen so konkret und die potenziellen Auswirkungen für die Bevölkerung so ernst seien, dass man eine öffentliche Warnung für notwendig hielt, obwohl der Nachrichtendienst sich normalerweise zu solchen Szenarien nicht äußert. Zudem versuchen russische Geheimdienste, "ganz normale Dänen" anzuwerben, um Sabotageakte zu unterstützen oder Informationen über Einrichtungen zu sammeln. Graesholm merkte an, dass solche Aufgaben nicht unbedingt wie in einem Spionagefilm ablaufen müssten.

Hintergrund und Reaktionen

Die Warnung kommt inmitten einer Zunahme ähnlicher Vorfälle in Europa. Kurz zuvor hatte die Bundesregierung Russland für einen Anschlagsversuch auf den Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich gemacht und Sanktionen verhängt, die von der EU unterstützt wurden. Der dänische Industrieverband DI reagierte auf der Warnung und forderte relevante Unternehmen auf, ihre Sicherheitsvorkehrungen zu erhöhen. Bereits im Jahr 2024 hatte der PET erhöhte russische Bedrohungen gegenüber Dänemark festgestellt.

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