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Wirtschaft 06.05.2026, 07:09

Daimler Truck: Gewinn bricht um 80 Prozent ein – Sparprogramm soll helfen

Gewinn im Q1 um 80% auf 149 Millionen Euro gesunken.

Wichtige Fakten

  • Gewinn im Q1 um 80% auf 149 Millionen Euro gesunken.
  • US-Zölle auf Mexiko-Fahrzeuge und Logistikflaute belasten Geschäft.
  • Weltweiter Absatz sank um 9% auf 68.849 Fahrzeuge.
  • Sparprogramm „Cost Down Europe“ mit 5.000 geplanten Stellenstreichungen in Deutschland.
  • Auftragseingänge stiegen um 50% – leichte Erholung signalisiert.

Gewinneinbruch bei Daimler Truck im ersten Quartal 2026

Der Lkw-Bauer Daimler Truck hat im ersten Quartal einen drastischen Gewinneinbruch von 80 Prozent erlitten. Wie der DAX-Konzern mitteilte, sank der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 749 Millionen auf nur noch 149 Millionen Euro. Der Umsatz ging um 13 Prozent auf 9,98 Milliarden Euro zurück, das operative Ergebnis (Ebit) fiel um 71 Prozent auf 292 Millionen Euro.

Belastungsfaktoren: US-Zölle und schwache Nachfrage aus Nordamerika

Hauptursache für die schwache Entwicklung ist die anhaltende Schwäche des wichtigen US-Marktes. Besonders stark wirkten sich die Einfuhrzölle der USA gegenüber Mexiko aus, da dort Fahrzeuge für die US-Marke Freightliner produziert werden. Zudem herrscht in der amerikanischen Logistikbranche Flaute, sodass Speditionen weniger Neufahrzeuge nachfragen. In der Region Nordamerika brach der Gewinn um 73 Prozent auf 209 Millionen Euro ein, der Absatz sank um 25 Prozent. Weltweit verkaufte das Unternehmen von Januar bis März 68.849 Lastwagen und Busse, ein Rückgang um neun Prozent.

Maßnahmen und Ausblick: Sparprogramm und Auftragserholung

Um wettbewerbsfähiger zu bleiben, hat Daimler Truck bereits 2025 das Sparprogramm „Cost Down Europe“ aufgelegt, das bis 2030 Kosteneinsparungen von über einer Milliarde Euro vorsieht. In Deutschland sollen rund 5.000 Stellen gestrichen werden, betroffen ist vor allem die Lkw-Marke Mercedes-Benz. Auch in Nordamerika sind Einsparungen geplant. Immerhin signalisierten die Auftragseingänge mit einem Plus von 50 Prozent eine positive Dynamik. Unternehmenschefin Karin Rådström zeigt sich zuversichtlich, trotz des schwierigen Quartals im Jahresverlauf weitere Verbesserungen zu erzielen.

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