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Wirtschaft 16.02.2026, 09:31 Aktualisiert: 16.02.2026, 23:01

DAX verliert trotz kurzem Hoch - Siemens und Volkswagen mit schlechten Nachrichten

Der DAX schloss bei 24.801 Punkten mit minus 0,46% nach kurzzeitigem Überschreiten der 25.000-Punkte-Marke.

Wichtige Fakten

  • Der DAX schloss bei 24.801 Punkten mit minus 0,46% nach kurzzeitigem Überschreiten der 25.000-Punkte-Marke.
  • Siemens verzeichnete den schwächsten Tag des Jahres mit minus 6% auf 236 Euro aufgrund von KI-Sorgen.
  • Volkswagen plant Kostensenkungen um 20% bis Ende 2028, was 60 Milliarden Euro entspricht.
  • Der Betriebsrat von VW bekräftigt, dass es keine Werksschließungen geben wird.
  • Anleger mussten ohne Impulse aus den USA und Asien auskommen, da Börsen dort geschlossen waren.

DAX verliert an Boden

Der deutsche Leitindex DAX startete die Woche mit einem kurzen Hoch über die 25.000-Punkte-Marke, rutschte jedoch im Tagesverlauf kontinuierlich ab und schloss bei 24.801 Punkten mit einem Minus von 0,46 Prozent. Damit verblasst das im Januar erreichte Rekordhoch von 25.507 Punkten zunehmend, und Analysten wie Jochen Stanzl von der Consorsbank sehen einen "zündenden Funke" für einen Ausbruch über 25.000 Punkte derzeit als fehlend an.

Siemens und Volkswagen im Fokus

Siemens, erst kürzlich wertvollstes Unternehmen im DAX, verzeichnete den schwächsten Tag des Jahres mit einem Kursverlust von sechs Prozent auf 236 Euro. Anleger befürchten, dass industrielle Software in Zeiten von Künstlicher Intelligenz zum Auslaufmodell wird, da KI es ermöglicht, Software mit verschiedenen Systemen zu kombinieren. Bei Volkswagen stehen offenbar weitere Sparmaßnahmen ins Haus: Bis Ende 2028 sollen die Kosten konzernweit um 20 Prozent gesenkt werden, was einem Volumen von rund 60 Milliarden Euro entspricht. Konzernchef Oliver Blume und Finanzvorstand Arno Antlitz haben den Sparplan bereits Mitte Januar angekündigt, wobei auch Werksschließungen diskutiert werden, was beim Betriebsrat auf Widerstand stößt. Betriebsratschefin Daniela Cavallo bekräftigt, dass es keine Werksschließungen geben wird, basierend auf einer Vereinbarung von 2024.

Ruhige globale Börsenlage

Anleger mussten ohne größere Impulse aus dem Ausland auskommen, da in den USA und an vielen wichtigen Börsen in Asien aufgrund von Feiertagen der Handel ruhte. Dies trug zur allgemeinen Vorsicht und dem schwachen Verlauf des DAX bei. Der Verlauf am Montag könnte ein Richtwert für den Rest der Woche sein, wobei erst am Freitag Impulse durch die Veröffentlichung der Einkaufsmanagerindizes für Deutschland und Europa sowie der ersten Schätzung des US-Bruttoinlandsprodukts für das vierte Quartal 2025 erwartet werden.

Weitere Entwicklungen

Im Hintergrund gibt es weitere Nachrichten: Der Verwaltungsrat von Warner Brothers überlegt, das verbesserte Angebot von Paramount anzunehmen, trotz einer bestehenden Vereinbarung mit Netflix. Zudem plant der Marine- und Meerestechnikspezialist Gabler für März einen Börsengang an der Frankfurter Börse, um rund 40 Millionen Euro einzunehmen und damit Wachstum anzukurbeln.

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