DAX fällt unter 26.000 – Anleihemärkte beruhigen sich leicht
Wichtige Fakten
- • DAX startet 0,1 Prozent tiefer bei 26.058 Punkten.
- • US-Finanzministerium verdoppelt Rückkaufvolumen langlaufender Anleihen.
- • US-Staatsverschuldung übersteigt erstmals 40 Billionen Dollar.
- • Deutsche Erzeugerpreise steigen so stark wie seit über drei Jahren nicht.
- • Deutscher Exportüberschuss mit China wächst auf fast 53 Milliarden Euro.
DAX rutscht unter 26.000 Punkte
Der deutsche Leitindex DAX startet am Donnerstag mit einem Minus von 0,1 Prozent bei 26.058 Punkten in den Handel und fällt damit erstmals wieder unter die Marke von 26.000 Punkten. Am Mittwoch war er kaum verändert aus dem Handel gegangen. ING-Experte Christian Zoller erwartet, dass die Korrektur trotz möglicher kurzfristiger Erholungen noch nicht vorbei ist. Das Rekordhoch von 26.573 Punkten aus der Vorwoche rückt damit weiter in die Ferne.
Anleihemarkt zeigt Erholungssignale
Die Renditen langlaufender Staatsanleihen, insbesondere in den USA, hatten zuvor den höchsten Stand seit 2007 erreicht und sorgten für Unruhe an den Märkten. Das US-Finanzministerium reagierte mit einer Verdopplung der Rückkäufe langlaufender Anleihen, um den Ausverkauf zu stoppen. Laut Thomas Altmann von QC Partners hat dies die Rentenmärkte vorerst beruhigt, doch ob die Ruhe von Dauer ist, müsse sich erst noch zeigen. Steigende Renditen erhöhen die Refinanzierungskosten für Staaten und machen festverzinsliche Wertpapiere attraktiver, was Geld vom Aktienmarkt abziehen könnte.
Staatsverschuldung als Belastungsfaktor
Die explodierende Staatsverschuldung der USA, die erstmals die Marke von 40 Billionen Dollar überstieg, verstärkt die Sorgen vor einer Staatsschuldenkrise. Nur fünf Monate nach dem Erreichen von 39 Billionen Dollar wurde die nächste Billionen-Marke geknackt. Diese Entwicklung fällt mit steigenden Inflationsraten infolge des Iran-Kriegs und höherer Energiepreise zusammen. Um die Inflation zu dämpfen, könnten die Notenbanken die Zinsen weiter erhöhen, was die Zinslast für Staaten und Verbraucher erhöhen würde – mit gravierenden Folgen für Kreditkosten und Güterpreise.
Konjunkturdaten geben wenig Anlass zur Freude
Die deutschen Exporte stiegen im ersten Halbjahr zwar um fast vier Prozent auf 818 Milliarden Euro, doch der Importüberschuss mit China wächst. Zudem stiegen die Erzeugerpreise im Juli so stark wie seit über drei Jahren nicht, was ein Vorbote für steigende Verbraucherpreise sein könnte. Belastend kommt hinzu, dass die Inflation durch den Iran-Krieg und die gestiegenen Energiepreise angefacht wird.
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