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Wirtschaft 10.04.2026, 08:41 Aktualisiert: 10.04.2026, 18:05

DAX schließt nahezu unverändert - Anleger hoffen auf Friedensgespräche

Der DAX schloss bei 23.803 Punkten, nachdem er kurzzeitig 24.043 Punkte erreichte.

Wichtige Fakten

  • Der DAX schloss bei 23.803 Punkten, nachdem er kurzzeitig 24.043 Punkte erreichte.
  • Die Inflation im März lag bei 2,7 Prozent, dem höchsten Stand seit Januar 2024.
  • Ölpreise stiegen zeitweise auf bis zu 150 Dollar je Fass, zuletzt notierte Brent bei über 95 Dollar.
  • Rheinmetall-Aktien sackten um 5,5 Prozent ab, da Rüstungswerte vor Friedensgesprächen verkauft wurden.
  • Der MDAX gewann 1,1 Prozent, angeführt von Unternehmen wie Heidelberg Materials und Bilfinger.

Marktlage vor Friedensgesprächen

Der DAX beendete eine stürmische Woche nahezu unverändert bei 23.803 Punkten, nachdem er im Tageshoch kurzzeitig die 24.000-Punkte-Marke bei 24.043 Punkten übersprang, diese aber nicht halten konnte. Im Vorfeld der Friedensgespräche im Iran-Konflikt am Wochenende hielten sich Anleger bedeckt, wobei etwas Rückenwind von der Wall Street und Hoffnungen auf Ergebnisse der Verhandlungen halfen. Marktanalyst Timo Emden betont, dass Investoren auf einen dauerhaften Burgfrieden zwischen den Kriegsparteien hoffen, während das globale Umfeld für Aktien weiterhin fragil und stark nachrichtengetrieben bleibt.

Inflation und Ölpreise als Treiber

Die Inflation meldete sich mit einer bestätigten Teuerungsrate von 2,7 Prozent für März zurück, dem höchsten Stand seit Januar 2024, angetrieben durch den Iran-Konflikt und den daraus resultierenden Energiepreisschock. Die Öllage bleibt angespannt, insbesondere aufgrund der Sperrung der Straße von Hormus, was zu einem Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage führt. Zeitweise stiegen die Spotpreise auf bis zu 150 Dollar je Fass, während der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zuletzt bei etwas über 95 Dollar lag, da etwa 12 Prozent des weltweiten Angebots fehlen.

Einzelwerte und internationale Entwicklungen

Unter den Einzelwerten standen Heidelberg Materials an der DAX-Spitze, während Rheinmetall-Aktien als Schlusslicht um gut 5,5 Prozent abgesackt wurden, da Rüstungswerte vor den Friedensgesprächen verkauft wurden. Der MDAX der mittelgroßen Werte gewann 1,1 Prozent auf 30.382 Punkte, mit Zugewinnen bei Unternehmen wie Bilfinger, Salzgitter und thyssenkrupp, die von Hoffnungen auf einen Wiederaufbau der Ukraine profitierten. An den US-Aktienmärkten verlief der Freitag ruhiger, mit dem Dow Jones im Minus und der Nasdaq leicht im Plus, während vage Hoffnungen auf Fortschritte im Ukraine-Krieg die Wall Street stützen könnten.

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