Teilen:
Deutsche Wirtschaft 2025 leicht gewachsen – BIP plus 0,2 Prozent (vorläufig)
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands wuchs 2025 laut Destatis um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr (vorläufige Daten).
Wichtige Fakten
- • Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands wuchs 2025 laut Destatis um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr (vorläufige Daten).
- • Die Zahlen wurden in Berichten am 15. Januar 2026 veröffentlicht und beruhen auf vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamts.
- • Destatis-Präsidentin Ruth Brand erklärte, das Wachstum sei vor allem auf gestiegene Konsumausgaben privater Haushalte und des Staates zurückzuführen.
- • Die Exporte sanken 2025 um 0,3 Prozent – damit bereits das dritte Jahr in Folge mit rückläufigem Exportvolumen.
- • Als Gründe für den Exportrückgang nennt Destatis höhere US-Zölle, die Aufwertung des Euro und stärkere Konkurrenz aus China.
- • Im Quartalsvergleich schätzt Destatis, dass das BIP im vierten Quartal 2025 gegenüber dem dritten Quartal um 0,2 Prozent zugelegt hat (ebenfalls vorläufig).
- • Die Investitionstätigkeit blieb 2025 schwach; Sonderausgaben für Straßen, Schienen und Verteidigung stützten das BIP, während Ausrüstungen und Bauinvestitionen zurückgingen.
- • Für 2023 und 2024 wurden bereits BIP-Rückgänge von 0,9 bzw. 0,5 Prozent verzeichnet.
- • Ökonomen erwarten für 2026 ein moderates Wachstum von rund einem Prozent, begünstigt durch mehr Arbeitstage und staatliche Investitionen in Aufrüstung und Infrastruktur.
- • Viele Fachleute sehen einen spürbaren Aufschwung erst ab 2027, wenn die umfangreichen staatlichen Ausgaben ihre volle Wirkung entfalten.
- • Bundeskanzler Merz sprach von einer teils 'sehr kritischen' Lage der Wirtschaft.
- • Sebastian Dullien (IMK) bewertete 2025 als voraussichtlich letztes sehr schwaches Jahr und rechnet mit einer Erholung 2026.
- • Alexander Krüger (Hauck Aufhäuser Lampe) kritisierte die fehlende längerfristige Strategie und bezeichnete das Wachstum teilweise als 'Doping mit dem Fiskalpaket'.
- • Medienberichte betonen, dass eine Lockerung der Schuldenbremse und die erhöhten staatlichen Ausgaben von strukturellen Reformen begleitet werden müssten, um ein rein temporäres 'Strohfeuer' zu vermeiden.
Nach zwei Rezessionsjahren ist die deutsche Wirtschaft 2025 erstmals wieder leicht gewachsen: Das Statistische Bundesamt meldet ein BIP-Plus von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr (vorläufige Daten). Destatis-Präsidentin Ruth Brand machte vor allem gestiegene Konsumausgaben privater Haushalte und des Staates für das Wachstum verantwortlich. Die veröffentlichten Zahlen wurden in Medienberichten am 15. Januar 2026 kommuniziert und beruhen noch auf vorläufigen Daten.
Trotz des positiven Jahresergebnisses zeigen sich deutliche Schwächen: Die Exporte gingen 2025 um 0,3 Prozent zurück – bereits das dritte Jahr in Folge mit sinkendem Exportvolumen. Destatis nennt als Ursachen erhöhte US-Zölle, die Aufwertung des Euro und stärkere Konkurrenz aus China. Auch die Investitionstätigkeit blieb schwach; Sonderausgaben für Straßen, Schienen und Verteidigung hoben die Wirtschaftsleistung, während Ausrüstungen und Bauinvestitionen rückläufig waren. Im Quartalsvergleich legte das BIP im vierten Quartal 2025 gegenüber dem dritten um 0,2 Prozent zu (vorläufige Schätzung).
Die Reaktionen sind gemischt: Bundeskanzler Merz sprach von einer teils 'sehr kritischen' Lage. Sebastian Dullien (IMK) sieht 2025 als wahrscheinlich letztes sehr schwaches Jahr und erwartet eine Erholung 2026. Kritiker wie Alexander Krüger bemängeln eine fehlende längerfristige Strategie und sehen das Plus als teilweises Ergebnis des Fiskalpakets. Experten weisen darauf hin, dass die Lockerung der Schuldenbremse und die zusätzlichen Staatsausgaben durch strukturelle Reformen begleitet werden müssten, um ein rein temporäres Strohfeuer zu vermeiden.
Insgesamt deuten die Daten auf eine langsame Erholung hin, die 2026 moderat ausfallen dürfte, während ein klarer und nachhaltiger Aufschwung nach gängiger Einschätzung erst dann zu erwarten ist, wenn staatliche Investitionen voll wirken (voraussichtlich ab 2027).
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.