Deutsche Wirtschaft vor Aufschwung 2026 – aber Nachhaltigkeit hängt an Reformen
Wichtige Fakten
- • Experten prognostizieren für 2026 ein BIP-Wachstum von 1,0–1,5 % nach Rezessionen.
- • Staatsausgaben für Rüstung und Infrastruktur treiben das Wachstum maßgeblich.
- • Die Industrie zeigt Anzeichen der Erholung mit starken Auftragszuwächsen.
- • Ökonomen warnen vor einem Strohfeuer ohne Bürokratieabbau und niedrigere Kosten.
- • Südeuropäische Länder zeigen durch Reformen höhere Wachstumsraten als Deutschland.
Wirtschaftliche Erholung in Sicht
Nach Jahren der Schwäche, einschließlich zwei Rezessionsjahren und minimalem Wachstum 2025, deutet sich für die deutsche Wirtschaft 2026 ein Aufschwung an. Experten wie das DIW Berlin und die KfW prognostizieren ein Wachstum von 1,3 % bzw. 1,5 %, während die Bundesregierung von 1,0 % ausgeht. Diese positive Entwicklung wird maßgeblich durch hohe Staatsausgaben, insbesondere für Rüstung und Infrastruktur, getrieben, die laut Analysen von Goldman Sachs und Vanguard etwa 0,5 Prozentpunkte zum BIP beitragen.
Fragile Basis und Reformbedarf
Trotz der Erholung warnen Ökonomen wie Edgar Walk von Metzler Asset Management und Jörg Krämer von der Commerzbank vor einem konjunkturellen Strohfeuer, wenn die höheren Staatsausgaben nicht durch Strukturreformen ergänzt werden. Notwendig sind laut Expertenkonsens der Abbau von Bürokratie, Deregulierung, niedrigere Unternehmensbesteuerung, stabile Lohnnebenkosten, bessere Infrastruktur und niedrige Energiekosten. Das Beispiel südeuropäischer Länder wie Spanien, Portugal und Griechenland zeigt, dass solche Reformen langfristig zu höheren Wachstumsraten führen können.
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