Südafrikas SADC-Gipfel: Fremdenfeindliche Proteste überschatten regionale Einheit
Wichtige Fakten
- • Hunderte Demonstranten in Durban forderten Ausreise von Ausländern.
- • Nachbarstaaten kritisieren Südafrikas Schutz unzureichend.
- • Ramaphosa zeigte sich beschämt und versprach Besserung.
- • SADC will Wirtschaftsgemeinschaft stärken und importierte Güter reduzieren.
- • Aktivisten drohen mit neuen Aktionen bis Ende September.
Proteste und Reaktionen
In Südafrika überschatten fremdenfeindliche Proteste den Gipfel der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (SADC) in Durban. Hunderte Demonstranten forderten die Ausreise aller Ausländer, wobei es zu Spannungen mit der Polizei kam. Organisationen wie “March and March” unterstützen die seit Monaten andauernden Proteste. Nachbarländer wie Malawi, Simbabwe und Mosambik kritisierten die südafrikanische Regierung wegen unzureichenden Schutzes für ihre Staatsangehörigen.
Ramaphosas Stellungnahme
Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa zeigte sich öffentlich “zutiefst besorgt und beschämt” über die Diskriminierung und Misshandlung von Ausländern. Auf dem Gipfel betonte er jedoch andere Prioritäten, wie die Stärkung der regionalen Gesundheitskooperation. Bezüglich der Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo plädierte er für nachhaltige Investitionen in Prävention und Impfstoffproduktion in Afrika. Wirtschaftlich strebt die SADC eine eigene Produktion und Verarbeitung von Rohstoffen an, um den gemeinsamen Markt zu stärken.
Wirtschaftliche Ambitionen
SADC-Generalsekretär Elias Magosi verwies auf die reichen Rohstoffvorkommen in der Region, darunter Platin, Lithium und Kobalt. Diese seien strategisch wichtig für die globale Energiewende und Digitalisierung. Südafrika, das den SADC-Vorsitz übernommen hat, versucht, mehr regionale Solidarität zu erreichen. Die fremdenfeindlichen Aktivisten kündigten jedoch weitere Proteste und ein Ultimatum bis Ende September an.
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