Deutschland nominiert Generalinspekteur für NATO-Spitzenposten
Wichtige Fakten
- • Deutschland nominiert Generalinspekteur Carsten Breuer für NATO-Militärausschuss-Vorsitz.
- • USA fordern von Europa mehr konventionelle Verteidigungsfähigkeiten.
- • Grönland-Konflikt zwischen USA und Dänemark ist weitgehend entschärft.
- • NATO verstärkt ihre Präsenz in der Arktis zur Abschreckung.
- • Deutsche Verteidigungsausgaben sollen bis 2029 auf 153 Milliarden Euro steigen.
Nominierung für NATO-Spitzenposten
Deutschland schickt seinen ranghöchsten Soldaten, Generalinspekteur Carsten Breuer, ins Rennen um den Vorsitz des NATO-Militärausschusses. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) kündigte die Nominierung am Rande eines Bündnistreffens in Brüssel an und bezeichnete Breuer als "exzellenten Kandidaten" mit analytischen Fähigkeiten und Weitblick. Die Nachfolge des aktuellen Amtsinhabers, Admiral Giuseppe Cavo Dragone, soll bei einer Tagung im September entschieden werden, der Gewählte würde das Amt im Sommer 2027 antreten.
Entspannung im Grönland-Konflikt
Nach Wochen interner Spannungen, ausgelöst durch US-Präsident Donald Trumps Ansprüche auf Grönland, zeigen sich bei dem Treffen versöhnliche Töne. Pistorius erklärte, der Konflikt zwischen Europäern und den USA um die Arktisinsel sei weitgehend gelöst. Die USA werteten die von der NATO gestartete Arktis-Mission "Arctic Sentry" als Zeichen der Entspannung. US-Staatssekretär Elbridge Colby betonte, man habe nun eine starke Grundlage für partnerschaftliche Zusammenarbeit.
US-Forderungen an Europa
Colby, der in Vertretung für US-Verteidigungsminister Pete Hegseth nach Brüssel reiste, forderte die europäischen NATO-Mitglieder auf, ihre Kampffähigkeiten zu stärken und die Führung bei der konventionellen Verteidigung Europas zu übernehmen. Die USA planen, ihre konventionellen Streitkräfte in Europa zu reduzieren, bleiben aber laut Colby dem Bündnis verpflichtet und werden weiterhin nukleare Abschreckung bieten. NATO-Generalsekretär Mark Rutte lobte die geplanten deutschen Verteidigungsausgaben, die bis 2029 auf knapp 153 Milliarden Euro steigen sollen.
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