Teilen:
Gesellschaft 10.08.2026, 09:19

Deutschland verliert seine Jugend: Anteil junger Menschen bleibt auf historisch niedrigem Niveau

8,3 Millionen Menschen zwischen 15 und 24 Jahren in Deutschland (10% der Bevölkerung).

Wichtige Fakten

  • 8,3 Millionen Menschen zwischen 15 und 24 Jahren in Deutschland (10% der Bevölkerung).
  • In Ostdeutschland besonders niedrig: Brandenburg 8,8%, Mecklenburg-Vorpommern 9,1%.
  • In Bremen am höchsten: 11,1% junge Menschen.
  • Ohne Einwanderungsgeschichte nur 8,5%, mit Einwanderungsgeschichte 12,2%.

Historischer Tiefstand des Jugendanteils

Der Anteil junger Menschen in Deutschland ist weiterhin auf einem historisch niedrigen Niveau: Ende vergangenen Jahres zählte das Statistische Bundesamt 8,3 Millionen Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren. Das entspricht zehn Prozent der Bevölkerung. Bereits seit Anfang der 2020er Jahre bewegt sich die Quote in diesem Bereich; zuletzt war sie bis unter zehn Prozent gesunken.

Regional deutliche Unterschiede

Besonders wenig junge Menschen leben in Ostdeutschland: In Brandenburg machen sie nur 8,8 Prozent aus, in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt jeweils 9,1 Prozent, in Thüringen 9,2 Prozent. Die höchsten Werte verzeichnen die Stadtstaaten Bremen (11,1 Prozent) und Hamburg (10,5 Prozent) sowie Baden-Württemberg (10,4 Prozent).

Rolle der Zuwanderung

Ohne Zuwanderung wäre der Anteil noch geringer: In der Bevölkerung ohne Einwanderungsgeschichte liegt der Jugendanteil bei nur 8,5 Prozent. Demgegenüber sind 12,2 Prozent der Menschen mit Einwanderungsgeschichte zwischen 15 und 24 Jahre alt. Als Einwanderungsgeschichte gilt, wenn die Person selbst oder beide Elternteile seit 1950 zugewandert sind. Somit trägt die Zuwanderung maßgeblich dazu bei, den Anteil zumindest stabil zu halten.

Kein Briefing mehr verpassen

Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen. Abmeldung jederzeit.