Deutschlands Exzellenzuniversitäten: Erfolge und Kritik am Förderwettbewerb
Wichtige Fakten
- • Ab 2027 werden 15 Exzellenzuniversitäten in Deutschland gefördert.
- • Jährlich stehen 687 Millionen Euro für die Exzellenzstrategie bereit.
- • Der Bund übernimmt 75 Prozent der Finanzierung.
- • Kritiker bemängeln das aufwendige Antragsverfahren und die unzureichende Grundfinanzierung.
- • Der Wissenschaftsrat sieht Erfolge in nationalen und internationalen Wettbewerben.
Übersicht
Ab 2027 sollen in Deutschland 15 Exzellenzuniversitäten gefördert werden, wobei die erste Entscheidung über die Teilnehmer heute Abend fällt. Die Exzellenzstrategie von Bund und Ländern sieht jährlich 687 Millionen Euro vor, wovon der Bund 75 Prozent trägt. Neun Universitäten und ein Verbund sind im Rennen, während die Universität Konstanz aufgrund mangelnder Überzeugung in der Förderlinie der Exzellenzcluster ausscheidet.
Kritik und Debatten
Kritiker wie Professor Tilman Reitz von der Universität Jena bemängeln das aufwendige Antragsverfahren und die unzureichende Grundfinanzierung. Reitz argumentiert, dass das Geld nicht ausreicht, um international wettbewerbsfähige Weltklasse-Universitäten zu schaffen, und stattdessen nur „Hochglanz-Fassaden“ produziert würden. Er fordert mehr Mittel für die Grundausstattung, um den laufenden Betrieb und exzellente Forschung zu sichern.
Bewertung und Perspektiven
Wolfgang Wick, Vorsitzender des Wissenschaftsrats, bewertet die Exzellenzstrategie als Erfolg und verweist auf größere Erfolge in nationalen und internationalen Wettbewerben sowie eine gute interdisziplinäre Zusammenarbeit. Allerdings betont er, dass eine bessere finanzielle Ausstattung der Universitäten nicht durch eine Umwidmung der Exzellenzstrategie erreicht werden kann, sondern Änderungen in den Bund-Länder-Vereinbarungen erfordert. Die Förderung läuft bis Ende 2033, und eine interne und externe Evaluation ist geplant.
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