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Klima 14.03.2026, 11:00 Aktualisiert: 14.03.2026, 12:07

Deutschlands Klimabilanz stagniert - Verkehr und Gebäude als Sorgenkinder

Deutschlands Treibhausgasemissionen sanken 2025 nur um 0,1% auf 648,9 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente.

Wichtige Fakten

  • Deutschlands Treibhausgasemissionen sanken 2025 nur um 0,1% auf 648,9 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente.
  • Verkehr und Gebäudesektor verzeichneten 2025 einen Anstieg der Emissionen um 2,1 bzw. 3,4 Millionen Tonnen.
  • Die Industrie reduzierte Emissionen am stärksten aufgrund schwacher Konjunktur und weniger Produktion.
  • Deutschland muss bis 2030 jährlich 42 Millionen Tonnen CO2 einsparen, um Klimaziele zu erreichen.
  • Kritiker warnen vor technischer CO2-Entnahme als Ablenkung von notwendigen Emissionsreduktionen.

Klimabilanz zeigt Stagnation

Die Treibhausgasemissionen in Deutschland sind 2025 nur marginal um 0,1 Prozent gesunken, was einer Stagnation gleichkommt. Insgesamt wurden 648,9 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente ausgestoßen, wobei die gesetzliche Obergrenze von 661,6 Millionen Tonnen zwar eingehalten wurde. Die Entwicklung bleibt jedoch hinter den mittelfristigen Zielen zurück, da bis 2030 eine Reduktion um 65 Prozent im Vergleich zu 1990 erreicht werden muss, wofür jährlich 42 Millionen Tonnen eingespart werden müssten.

Sorgenkinder Verkehr und Gebäude

Während Industrie und Energiewirtschaft Rückgänge verzeichneten, stiegen die Emissionen im Verkehrssektor um 2,1 Millionen Tonnen und im Gebäudesektor um 3,4 Millionen Tonnen. Gründe sind der schleppende Umstieg auf Elektroautos und die weiterhin verbreitete Nutzung fossiler Brennstoffe wie Gas und Öl zum Heizen. Umweltminister Schneider und UBA-Präsident Messner zeigen sich dennoch zuversichtlich, die Klimaziele zu erreichen, verweisen aber auf notwendige zusätzliche Maßnahmen wie einen starken Ausbau erneuerbarer Energien.

Kritik an technischen Lösungen und politischen Kurs

Parallel wird die staatliche Förderung von CO2-Entnahmetechnologien (CDR) kritisiert, da diese von den eigentlichen Emissionsquellen ablenken und oft ineffizient oder sogar schädlich seien. Kritiker fordern stattdessen eine Fokussierung auf die Regeneration natürlicher Ökosysteme und radikale Emissionsreduktionen. Ein Zehn-Punkte-Notfallplan schlägt unter anderem "Unter null"-Ziele, ein Verbot fossiler Brennstoffe und den Schutz natürlicher CO2-Senken vor. Zudem gibt es Bedenken, dass die geplanten Lockerungen im Gebäudemodernisierungsgesetz die Klimaziele gefährden könnten.

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