DNA-Tests identifizieren Besatzungsmitglieder der verschollenen HMS Erebus
Wichtige Fakten
- • Forscher identifizierten drei Besatzungsmitglieder der HMS Erebus via DNA.
- • Nachkommen in sieben Ländern wurden kontaktiert.
- • Artefakte wie Schuh und Schale werden ab Juni ausgestellt.
- • HMS Erebus sank 1846 im arktischen Eis, alle starben.
Die Überreste von Seeleuten der gescheiterten Arktisexpedition der HMS Erebus wurden mittels DNA-Tests identifiziert. Das Schiff war 1845 unter Kapitän Sir John Franklin aufgebrochen, um die Nordwestpassage zu suchen. 1846 gerieten beide Schiffe im Eis fest. Nach zwei Jahren versuchten 105 Überlebende, über das Eis zu fliehen – keiner überlebte. Das Wrack wurde 2014 entdeckt. Nun identifizierten Forscher der University of Waterloo drei Besatzungsmitglieder: den Matrosen William Orren, den Schiffsjungen David Young und den Steward John Bridgens. Auch Harry Peglar von der HMS Terror wurde identifiziert. Nachkommen von 130 Familien in sieben Ländern wurden kontaktiert.
Forscher wie Dr. Douglas Stenton heben hervor, dass die Bedingungen aussichtslos waren – mit eisigen Temperaturen und Krankheiten. Eine frühere Studie an über 400 Knochen fand Hinweise auf Kannibalismus bei einigen Opfern, jedoch nicht bei den nun Identifizierten. Für David Young wurde sogar ein Gesichtsrekonstruktion erstellt. Die archäologische Arbeit hilft, das Schicksal der Männer zu verstehen und ihren Familien Informationen zu geben.
Erstmals werden Artefakte des Wracks im Pembroke Dock Heritage Centre ausgestellt, darunter eine Schuh eines Offiziers, eine Schale, ein Teller, ein Gürtelschloss und ein Salbentopf. Die Ausstellung "HMS Erebus: From Dockyard to Discovery" läuft vom 8. Juni bis Ende Oktober und fällt mit dem 200. Jahrestag des Stapellaufs von HMS Erebus im Jahr 1826 zusammen.
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