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Politik 10.08.2026, 09:43

Drohnenabwehr an Flughäfen: Minister will nachbessern, Debatte um Bundeswehr im Innern

Bilger will Ausrüstung der Flughäfen mit Drohnenabwehr beschleunigen.

Wichtige Fakten

  • Bilger will Ausrüstung der Flughäfen mit Drohnenabwehr beschleunigen.
  • Günther spricht sich für Bundeswehreinsätze im Innern aus.
  • Drohne mit Sprengstoff am Flughafen Leipzig/Halle entdeckt.
  • Bundesinnenminister Dobrindt will Anti-Drohnen-Einheit verdoppeln.
  • Zeit-Bericht: Drohne zielte auf ukrainisches Frachtflugzeug.

Nach Drohnenvorfall: Bilger will Drohnenabwehr beschleunigen

Nach dem Drohnenvorfall am Leipziger Flughafen hat Bundesverkehrsminister Steffen Bilger schnelle Verbesserungen bei der Drohnenabwehr angekündigt. Er betonte, dass die Deutsche Flugsicherung für die Sicherheit im Luftraum zuständig sei und dass das rechtzeitige Erkennen von Drohnen eine wesentliche Rolle spiele. Frankfurt und München seien bereits besser ausgestattet, aber bei den anderen Flughäfen wolle er die Ausrüstung beschleunigen.

Günther: Grundgesetzänderung für Bundeswehreinsätze im Innern

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) sprach sich angesichts der Bedrohungslage für mögliche Bundeswehreinsätze im Innern aus. Er argumentierte, dass bei Drohnen kaum zwischen äußerer und innerer Bedrohung unterschieden werden könne. Die strikte Trennung zwischen Bund und Ländern sei nicht mehr zeitgemäß, daher müsse über eine Grundgesetzänderung gesprochen werden. Man merke, dass Profis am Werk seien, möglicherweise mit staatlicher Unterstützung im Hintergrund.

Drohnenvorfall in Leipzig und Reaktionen

Am Flughafen Leipzig/Halle war in der vergangenen Woche eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden. Der Sprengsatz wurde von Bundespolizei-Experten entschärft. Die Drohne befand sich in der Nähe mehrerer ukrainischer Frachtflugzeuge, was auf einen möglichen Angriff auf Militärhilfslieferungen hindeutet. Als Reaktion kündigte Innenminister Dobrindt an, die Anti-Drohnen-Einheit der Bundespolizei zu verdoppeln. Das Gemeinsame Drohnenabwehrzentrum (GDAZ) soll laut einem Bericht auf 300 Einsatzkräfte aufgestockt werden. Ein Zeit-Bericht legt nahe, dass die Drohne gezielt gegen ein ukrainisches Frachtflugzeug geflogen ist, wobei sie nicht explodierte. Der Sprengstoff Semtex wurde in einiger Entfernung gefunden, der Zünder versagte vermutlich.

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