Drohnenangriff auf Leipzig/Halle: Rätsel um Explosion in Kursdorf
Wichtige Fakten
- • Sprengstoff-Drohne nahe ukrainischem Frachtflugzeug gefunden.
- • Zeugen melden Explosion in Kursdorf vor Drohnenfund.
- • Ermittler finden verbrannte Erde und Metallfragmente in Kursdorf.
- • Antenne und Elektronik an Baum entdeckt, vermutlich zur Steuerung.
- • DNA-Spuren an Drohne und Fundort; Handy-Suche in Wallendorf erfolglos.
Sicherheitskreise melden Explosion in Kursdorf
Kurz nach dem Fund einer mit Sprengstoff bestückten Drohne am Flughafen Leipzig/Halle haben sich Zeugen gemeldet, die Stunden zuvor in der Nähe, im Ort Kursdorf, eine Detonation gehört haben wollen. Der Flughafen grenzt direkt an dieses fast verlassene Dorf. Die Explosion soll sich gegen 19:19 Uhr ereignet haben, der Drohnenfund folgte gegen 23:42 Uhr. Ein Zeuge auf dem Tower will sogar eine Rauchsäule gesehen haben.
Ermittler finden möglichen Detonationsort
Beamte des sächsischen Landeskriminalamts rückten an und fanden auf einer Brachfläche verbrannte Erde und kleine Metallfragmente, die auf eine Explosion hindeuten könnten. In der Nähe entdeckten sie an einem Baum eine Antenne und weitere Elektronik, die mutmaßlich zur Steuerung der Drohne dienten. Das Gebiet wurde mehrfach abgesucht, auch vom BKA, das die Ermittlergruppe 'Quarz' eingerichtet hat.
Weitere Spuren gesichert
Unklar ist bislang, ob die Täter Beweise vernichten wollten oder ob eine zweite Sprengladung versehentlich explodierte. Forensische Untersuchungen der Bodenproben laufen, ein Video soll die Explosion zeigen. DNA-Spuren an Drohne und Antenne gelten als vielversprechend. Ein verdächtiges Handy, das vor dem Anschlag geortet wurde, führte zu einer groß angelegten Suche in Wallendorf, jedoch ohne Erfolg.
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