Dürre in Großbritannien: Bauern warnen vor Lebensmittelknappheit
Wichtige Fakten
- • England und Wales sind offiziell von Dürre betroffen.
- • Juli war in England und Wales der trockenste Monat seit Beginn der Aufzeichnungen.
- • 23 Millionen Menschen sind von Wasserbeschränkungen betroffen.
- • Die Landwirtschaft leidet unter Ernteausfällen und Futtermangel für Tiere.
- • Hitzewellen begünstigen zahlreiche Waldbrände in Großbritannien.
Akute Dürre und Rekordhitze
Große Teile Englands und ganz Wales sind offiziell von Dürre betroffen, nachdem anhaltende Hitzewellen die Wasservorräte stark beansprucht haben. Der Juli 2026 war in beiden Regionen der trockenste Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. In Südengland fiel nur etwa ein Prozent der üblichen Niederschlagsmenge, die Themse verzeichnete bei Reading den niedrigsten je gemessenen Wasserstand. Millionen Menschen sind von Wasserverbotszonen betroffen.
Landwirtschaft unter Druck
Die Dürre setzt der britischen Landwirtschaft stark zu. Laut des Bauernverbands NFU fallen die Erträge bei Weizen und Hafer äußerst schlecht aus, Gemüsebauern leiden unter Wasserknappheit, und Viehzüchter müssen bereits ihre Winterfutterreserven verwenden. NFU-Präsident Tom Bradshaw fordert von der Regierung mehr Investitionen in Reservoirs und Steuererleichterungen für eigene Wasserspeicher.
Waldbrände und Folgen für die Umwelt
Die Trockenheit begünstigt Waldbrände: Im Juli wurden allein in England und Wales 393 solcher Brände registriert, mehr als je zuvor. Auch unter der Tier- und Pflanzenwelt leiden die Bedingungen; gefährdete Arten und Lebensräume sind bedroht. Experten fordern langfristige Anpassungsstrategien, da der Klimawandel extreme Wetterlagen häufiger macht.
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