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Kontroverse um E-Fuels: Hoffnungsträger oder Scheinlösung?
Die Bundesregierung plant, dass Verbrennungsmotoren auch nach 2035 neu zugelassen werden dürfen, wenn sie klimafreundlich betrieben werden.
Wichtige Fakten
- • Die Bundesregierung plant, dass Verbrennungsmotoren auch nach 2035 neu zugelassen werden dürfen, wenn sie klimafreundlich betrieben werden.
- • E-Fuels werden aus Wasser und CO2 unter Einsatz erneuerbarer Energien hergestellt, sind jedoch deutlich energieintensiver als Elektroautos.
- • Für den Aufbau der benötigten Produktionskapazitäten für E-Fuels sind Investitionen von mindestens einer Billion Euro notwendig.
- • E-Fuels sind für den aktuellen Pkw-Bereich unwirtschaftlich und viel teurer als herkömmliche fossile Kraftstoffe.
- • Laut einem Vorschlag der EU-Kommission soll die Reduktion der Treibhausgasemissionen von Autos bis 2035 auf 90 % begrenzt werden.
- • Es gibt große Unsicherheiten in Hinblick auf die globalen Produktionspotenziale für E-Fuels.
- • Es sind global etwa 120 industrielle E-Fuel-Anlagen geplant, jedoch bisher vorwiegend für Schiffs- und Flugkraftstoffe.
Die Diskussion um die Nutzung von synthetischen Kraftstoffen wie E-Fuels in Deutschland dauert an. Trotz der politischen Bemühungen, Verbrennungsmotoren mit E-Fuels auch über 2035 hinaus neu zuzulassen, bleiben wesentliche Fragen zur Effizienz und Wirtschaftlichkeit dieser Kraftstoffe. Die Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium, Gitta Connemann, zeigt sich optimistisch und sieht in E-Fuels eine klimafreundliche Zukunft für Autos mit Verbrennungsmotoren. Wissenschaftliche Experten wie Professor Michael Sterner sind jedoch weiterhin skeptisch und bevorzugen den beschleunigten Umstieg auf Elektroautos, da diese bereits verfügbar und effizient sind. Die Herstellung von E-Fuels erfordert immense Mengen an Strom und erheblichen finanziellem Aufwand, was sie derzeit für den Pkw-Bereich unrentabel macht. Die EU-Kommission erwägt, die Reduktion der Treibhausgasemissionen für Autos bis 2035 anzupassen, sodass Verbrennermotoren unter bestimmten Bedingungen weiter zugelassen werden könnten. Dennoch bleiben große Unsicherheiten und politische Differenzen über die Rolle von E-Fuels bestehen.
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