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International 16.01.2026, 16:00

Eisiger Frost in der Ukraine: Russische Angriffe treffen Strom- und Wärmenetze

In Bucha verschärfen rollierende Stromabschaltungen und Angriffe auf Energieinfrastruktur die Versorgungslage; Ampeln, Wohnblocks und Geschäfte bleiben teils dunkel.

Wichtige Fakten

  • In Bucha verschärfen rollierende Stromabschaltungen und Angriffe auf Energieinfrastruktur die Versorgungslage; Ampeln, Wohnblocks und Geschäfte bleiben teils dunkel.
  • Nach einem größeren Angriff am 9. Januar berichten lokale Verantwortliche, dass Stromrationierungspläne nicht mehr eingehalten werden können und es zeitweise komplette Ausfälle gab.
  • In einer mit polnischer Hilfe errichteten Unterkunft für Vertriebene fiel nach einem Angriff in der Nacht zum 13. Januar der Strom aus; innen sank die Temperatur laut Leitung binnen Stunden auf etwa 6 °C, da Generatoren bei bis zu -20 °C teils einfrieren.
  • Die ukrainische Regierung warnte laut AFP, es verblieben etwa 20 Tage an Energiereserven; Beamte wurden angewiesen, zusätzliche Stromimporte zu organisieren.
  • Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU bezeichnet die fortgesetzten Angriffe auf Strom- und Wärmekraftwerke als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“.
In der Ukraine verschärfen russische Drohnen- und Raketenangriffe auf Energieanlagen die Lage, während eine Kältewelle mit Temperaturen bis nahe -20 Grad das Land trifft. In Bucha, nahe Kyjiw, berichten Stadtverwaltung und Bewohner von häufigeren, teils unplanbaren Stromabschaltungen: Ampeln bleiben aus, viele Häuser und Läden sind dunkel, kleine Betriebe fürchten Schließungen. Notstromaggregate halten Wasser- und Grundversorgung aufrecht, können bei strengem Frost jedoch einfrieren. In einer mit polnischer Hilfe errichteten Unterkunft für Vertriebene führte ein nächtlicher Angriff am 13. Januar zu einem abrupten Stromausfall; die Innentemperatur fiel nach Angaben der Leitung binnen Stunden auf etwa 6 Grad. Laut AFP warnte die Regierung vor nur noch rund 20 Tagen Energiereserven und prüft zusätzliche Importe. Der SBU spricht von „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“. Präsident Selenskyj erklärte den Notstand und kritisierte die Kyjiwer Stadtspitze wegen mangelnder Vorbereitung.

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