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Kriegskriminalität außer Kontrolle: Über 100.000 zivile Opfer in den letzten 18 Monaten
Über 100.000 Zivilisten wurden in 23 bewaffneten Konflikten innerhalb der letzten 18 Monate getötet.
Wichtige Fakten
- • Über 100.000 Zivilisten wurden in 23 bewaffneten Konflikten innerhalb der letzten 18 Monate getötet.
- • In Gaza wurden 18.592 Kinder während des zweijährigen Krieges getötet.
- • In der Ukraine wurden 2025 mehr zivile Opfer verzeichnet, insgesamt 2.514, was eine Steigerung von 70% im Vergleich zu 2023 darstellt.
- • Eine Epidemie sexueller Gewalt wird in fast allen Konflikten, insbesondere im Kongo, dokumentiert.
- • Brutale sexuelle Gewalt wurde auch in Sudan nach dem Fall von El Fasher berichtet.
- • Israelische Angriffe auf Gaza führten zu einem Rückgang der Gesamtbevölkerung um etwa 254.000 Personen, ein Rückgang von 10,6% im Vergleich zu vor dem Konflikt.
- • Der Bericht fordert ein Verbot des Einsatzes ungenauer Waffensysteme in bevölkerten Gebieten und die Einstellung von Waffenlieferungen, bei denen das Risiko besteht, dass diese für Kriegsverbrechen verwendet werden.
Eine neue Untersuchung der Genfer Akademie für internationales humanitäres Recht und Menschenrechte zeigt, dass das internationale humanitäre Recht unter massivem Druck steht. In den letzten 18 Monaten wurden in 23 bewaffneten Konflikten weltweit mehr als 100.000 Zivilisten getötet. Insbesondere in Gaza und der Ukraine sind die zivilen Opferzahlen erschütternd. In Gaza führte ein zweijähriger Konflikt zu zahlreichen Todesopfern, darunter fast 18.600 Kinder. In der Ukraine stiegen die Zahlen der zivilen Opfer um 70% im Jahr 2025. Der Bericht dokumentiert zudem eine weit verbreitete sexuelle Gewalt in Konflikten, vor allem im Kongo und im Sudan. Ohne entschlossene internationale Maßnahmen, die Kriegsverbrechen ahnden, droht weiteres Chaos. Vorgeschlagene Schritte umfassen das Verbot von Waffenverkäufen an Staaten, die diese möglicherweise für Kriegsverbrechen nutzen, sowie die Stärkung internationaler und nationaler Gerichte.
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