Eklat bei Planspiel: Vorwürfe der Ausgrenzung und Gewalt überschatten „Jugend und Parlament“
Wichtige Fakten
- • Teilnehmer zeigte „White Power“-Zeichen, wurde ausgeschlossen.
- • Wechselseitige Körperverletzungen im Hotel, mehrere Ermittlungen laufen.
- • AfD nominiert Teilnehmende, die sich ausgegrenzt fühlen.
- • Mehr als 50 Teilnehmer berichten von rassistischen Äußerungen.
- • Ältestenrat sammelt Vorwürfe, Bericht bis September erwartet.
Eskalation beim Planspiel
Beim Politik-Planspiel „Jugend und Parlament“ im Juni sind zahlreiche Vorfälle von Ausgrenzung, rassistischen Äußerungen und sogar körperlicher Gewalt gemeldet worden. Rund 270 Jugendliche von 17 bis 20 Jahren schlüpften in die Rollen fiktiver Fraktionen. Nach Angaben von Teilnehmenden wurden AfD-nominierte Jugendliche pauschal als „Nazis“ beschimpft und ausgegrenzt. Andere berichten, dass dieselben Jugendlichen aus der Rolle fielen und Begriffe wie „Remigration“ oder „Stolzmonat“ verwendeten.
Vorwürfe und Gegenmaßnahmen
Ein Teilnehmer der AfD-Jugend wurde ausgeschlossen, weil er das „White Power“-Zeichen gezeigt haben soll; er bestreitet dies und spricht vom „Okay“-Zeichen. In einem Hotel kam es zu wechselseitigen Körperverletzungen, die Polizei ermittelt. Die AfD-Fraktionschefin Alice Weidel behauptet, ein Mädchen sei verprügelt worden – Belege gibt es nicht. Der Ältestenrat des Bundestags hat die Aufarbeitung eingeleitet, die Bundestagsverwaltung erstellt bis September einen Bericht über die Zukunft des Projekts.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.