Ermittlungen gegen Polizeibeamte nach Rechtsstreit um Einsatzkamera-Video
Wichtige Fakten
- • Ein Polizeibeamter und zwei Mitarbeiter werden wegen Justizbehinderung untersucht.
- • Nadine Buzzard-Quashie verklagte die Polizei auf Herausgabe ihres Festnahme-Videos.
- • Der Polizeichef wurde wegen Missachtung des Gerichts zu 300.000 Pfund Strafe verurteilt.
- • Die Polizei gab falsche eidesstattliche Erklärungen ab, dass das Video nicht existiere.
Ermittlungen gegen Polizeibeamte
Ein hochrangiger Polizeibeamter und zwei weitere Angestellte der Polizei Northamptonshire werden im Zusammenhang mit einem Rechtsstreit wegen verweigerter Herausgabe von Videoaufnahmen einer Festnahme strafrechtlich untersucht. Es besteht der Verdacht der Justizbehinderung.
Hintergrund des Falls
Nadine Buzzard-Quashie aus London hatte im September 2021 eine Festnahme erlebt, bei der sie zu Boden gerungen und angeblich ins Brennnesselgestrüpp gedrückt wurde. Sie forderte gestützt auf das Datenschutzgesetz die Herausgabe der Bodycam-Aufnahmen, was die Polizei jedoch verweigerte. Ein Gerichtsverfahren endete mit einem Schuldspruch gegen den Polizeichef wegen Missachtung des Gerichts und einer Geldstrafe von knapp 300.000 Pfund.
Falsche Aussagen vor Gericht
Ermittlungen ergaben, dass Polizeimitarbeiter vor Gericht fälschlich behaupteten, die Aufnahmen existierten nicht, obwohl sie mehrfach eingesehen worden waren. Die unabhängige Polizeiaufsichtsbehörde IOPC prüft nun mögliches grobes Fehlverhalten der drei Beteiligten.
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