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International 07.03.2026, 05:58 Aktualisiert: 07.03.2026, 08:04

Iran-Krieg: Neue Angriffswellen und diplomatische Verwerfungen

Irans Präsident Peseschkian hat sich für Angriffe auf Golfstaaten entschuldigt und ein Ende dieser Attacken versprochen.

Wichtige Fakten

  • Irans Präsident Peseschkian hat sich für Angriffe auf Golfstaaten entschuldigt und ein Ende dieser Attacken versprochen.
  • Die USA und Israel fliegen weiterhin massive Luftangriffe, darunter mit über 80 Kampfjets auf Ziele in Teheran.
  • Die US-Regierung hat Waffenverkäufe an Israel im Wert von 151 Millionen Dollar genehmigt.
  • Russland liefert dem Iran laut Berichten weiterhin Geheimdienstinformationen über US-Ziele.
  • Die humanitäre Lage verschärft sich mit über 1.300 Toten im Iran und etwa 300.000 Vertriebenen im Libanon.

Militärische Eskalation und regionale Angriffe

Eine Woche nach Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran haben die Kämpfe nicht an Intensität verloren. Israel flog mit mehr als 80 Kampfjets Angriffe auf Ziele im Iran, darunter Abschussrampen für Raketen und Einrichtungen in Teheran. Parallel feuert der Iran weiter Raketen auf Israel und arabische Golfstaaten, wobei die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien Angriffe meldeten. Die USA haben Waffenverkäufe an Israel im Wert von 151 Millionen Dollar genehmigt, darunter 12.000 Bomben, und US-Präsident Trump fordert eine "bedingungslose Kapitulation" Irans.

Diplomatische Entwicklungen und internationale Reaktionen

Irans Präsident Massud Peseschkian hat sich bei den Golfstaaten für die iranischen Angriffe entschuldigt und versprochen, dass Teheran keine Nachbarländer mehr angreifen werde, es sei denn, es werde selbst angegriffen. Er betonte, der Konflikt sollte auf diplomatischem Wege gelöst werden. Gleichzeitig hat Russland dem Iran Solidarität zugesichert und liefert laut Medienberichten weiterhin Geheimdienstinformationen über US-Ziele. International wächst die Kritik: Bundesfinanzminister Lars Klingbeil vermisst mehr diplomatische Bemühungen, und Kanadas Premierminister Mark Carney sieht sich mit Vorwürfen konfrontiert, während er eine ausgewogene Haltung sucht.

Humanitäre und wirtschaftliche Folgen

Die humanitären Kosten steigen weiter an: Nach iranischen Angaben sind über 1.300 Menschen im Iran getötet worden, im Libanon gab es über 100 Tote und etwa 300.000 Vertriebene. Die Fluggesellschaft Emirates stellte alle Flüge von und nach Dubai ein, und die Schließung der Straße von Hormuz trieb die Ölpreise auf über 90 Dollar pro Barrel, was den globalen Ölmarkt destabilisiert. Zudem verbreiten sich KI-generierte Falschinformationen zum Konflikt massiv in sozialen Medien, was die Desinformation ankurbelt und die Lage weiter verkompliziert.

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